HTU Graz: Chaotische Bedingungen nach Voranmeldung

Trotz Unterfinanzierung zusätzlicher Verwaltungsaufwand

Wien (OTS) - Die Voranmeldung bringt keine bessere Planbarkeit gegenüber den jahrelangen Erfahrungswerten der Unis, sondern nur mehr Kosten, bürokratischen Mehraufwand und Verunsicherung unter den Studierenden", so der Vorsitzende Weißenbacher. Auch die von uniko Vorsitzenden Sünkel vorgeschlagene Beschränkung auf drei Studienrichtungen bei der Anmeldung ist keine akzeptable Lösung, da bei einem Lehramtsstudium schon mindestens 2 Studien gewählt werden müssen. So wird die Lernfreiheit und Wahl des Studiums für Studierende massiv eingeschränkt.

Die STEOP sollte laut Ministerium der Orientierung dienen, die in Wahrheit aber nur Knock-out Prüfungen sind, um die Studierenden aus dem Studium zu drängen. Gerade für die sogenannten MINT-Fächern bedeutet das ein großes Problem. "In den technischen Fächern gibt es in Wahrheit zu wenig Studierende. Diese zusätzlich mit Knock-out Prüfungen und unnötigen Voranmeldungen abzuschrecken ist bei dem derzeitigen Fachkräftemangel nicht verantwortbar", so Weißenbacher weiter. Der Senat der TU Graz hat sich dazu entschlossen, die STEOP auf der TU Graz so studierenden freundlich wie möglich einzurichten, da der Konsens bestand, dass man die Eignung der Studierenden nicht anhand ein paar wenigen Prüfungen ermitteln kann. "Leider bin ich vom Rektorat enttäuscht, dass nicht wie auf der TU Wien vollständig auf die Voranmeldung, das Verwaltungsmonster ohne Mehrwert, verzichtet wurde, da Rektor Sünkel selbst zugab, dass die Voranmeldung in dieser Form wenig Sinn macht", Weißenbacher abschließend. "Auch Rektoren können Zivilcourage beweisen und bei Einzelfällen über die Voranmeldung hinwegsehen."

Die Bundesregierung will anscheinend mit aller Gewalt den Bildungsstandard in Österreich senken und gerade die sozial Schwachen zur Kasse bitten. Die Streichung der 13. Familienbeihilfe und die Senkung der Altersgrenze mit 1. Juli bedeutet, dass gerade die Kinder ärmerer Familien, die auf die Familienbeihilfe angewiesen sind, nicht studieren können.

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Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Graz
Rudolf Weißenbacher, Vorsitzender HTU Graz
Tel: 0316 / 873 / 5100

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