FPÖ-Haider: Änderung der Barbewegungsverordnung würde Gastronomie entlasten

Anpassung der Einzelaufzeichnungsgrenze von 150.000,- auf 400.000,- anheben

Wien (OTS) - Eine Änderung der Einzelaufzeichnungsgrenze forderte heute der freiheitliche Tourismussprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Tourismusausschusses, NAbg. Mag. Roman Haider: "Die Grenze von Euro 150.000,- Jahresumsatz, ab der eine vereinfachte Losungsermittlung zulässig ist, hat sich als nicht praktikabel erwiesen. Es reicht völlig, diese Grenze auf Euro 400.000,-anzuheben." Die Betrugsbekämpfung sei auch dann noch ausreichend gewährleistet, so Haider.

Im Rahmen des Betrugsbekämpfungsgesetzes wurde 2006 die so genannte Barbewegungsverordnung eingeführt, die zu erheblichen Verschärfungen der Aufzeichnungspflicht für alle Unternehmen, die mit Bareinnahmen im täglichen Geschäft konfrontiert sind, geführt habe, zeigt Haider auf: "Grundsätzlich sind alle Unternehmen verpflichtet, sämtliche Bareingänge oder -ausgänge täglich und einzeln aufzuzeichnen. Am meisten betrifft diese Verordnung die Gastronomie und den österreichischen Tourismus, denn hier fließt der Großteil der Einnahmen in bar und es existieren auf Grund der Kleinstrukturiertheit der Österreichischen Tourismusbetriebe oftmals keine Registrierkassen."

Man habe zwar, da die Einzelaufzeichnung in vielen Fällen auf praktische Probleme gestoßen ist und teilweise unzumutbar war, die Ausnahme eingeräumt, bei einem Umsatz von unter 150.000,- Euro pro Jahr eine vereinfachte Losungsermittlung mittels "Kassasturz" zuzulassen, diese Grenze sei aber für den österreichischen Tourismus zu gering, zeigt Haider auf. "Um die Betriebe zu entlasten und Gesetze für die Betroffenen praktikabel zu gestalten, wäre es notwendig, diese Grenze auf 400.000,- Euro anzuheben", fordert Haider eine Änderung der Einzelaufzeichnungsgrenzen.

In diesem Zusammenhang weist Haider auf eine weitere Unzweckmäßigkeit hin: Auch bei der Umsatzsteuer- oder Steuerpauschalierung können Unternehmer sich für eine vereinfachte Art der Besteuerung entscheiden, wenn ihre Umsätze im vorangegangenen Jahr die Höhe von Euro 255.000.- (netto) nicht überschritten haben. Durch diese zwei unterschiedlichen Umsatzgrenzen bei der Barbewegungsverordnung und der Umsatzsteuer- bzw. Steuerpauschalierung ergäben sich gerade für Betriebe, deren Umsatz zwischen den Grenzen liegt, erhebliche bürokratische Zusatzaufwendungen durch die Barbewegungsverordnung, da durch die Steuer- und Umsatzsteuerpauschalierung ja nur wenige Belege aufgehoben werden müssen. "Auch in dieser Hinsicht wäre eine Zusammenlegung der beiden Umsatzgrenzen bei Euro 400.000,-- sinnvoll", so Haider abschließend.

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