VP-Hoch: Arbeitslosigkeit ist ein Wiener Problem

Wifo - Wien ist kein "Beschäftigungsmotor"

Wien (OTS) - "Ich kann weder eine Dynamik am Wiener Arbeitsmarkt erkennen, noch liegt Wien im Bundestrend. Und wer behauptet, der Lehrstellenmarkt in Wien entwickelt sich gut und erfreulich, der muss offenbar andere Zahlen haben, als die, die gestern veröffentlicht wurden", kritisiert heute, Freitag, der Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien Alfred Hoch.

Alfred Hoch: "Der nach längerer Zeit erstmalige geringe Anstieg der Arbeitslosigkeit (0,4 Prozent) im August ist kein österreichisches sondern ein Wiener Problem. In Wien ist die Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich um 6,8 Prozent gestiegen, außerhalb von Wien ist sie hingegen um 2,7 Prozent zurück gegangen. In absoluten Zahlen wird es noch deutlicher: Wien hat ein Plus von 4.826 Arbeitlosen, Österreich insgesamt 849. Auch der Kunstgriff, die Schulungszahlen gegenzurechnen, greift nicht, da liegt Wien nur unwesentlich über dem Österreichschnitt."

Besorgniserregend ist für die ÖVP Wien auch die Situation am Lehrstellenmarkt. "Das AMS Wien 'jubelt' über ein Plus von 8,6 Prozent bei den offenen Lehrstellen in Wien. Was nicht dazu gesagt wurde, ist die Tatsache, dass auch die Zahl der Lehrstellensuchenden zugenommen hat und zwar um 18,4 Prozent, während der Vergleichswert bundesweit bei minus 7,7 Prozent liegt. Auf eine offene Lehrstelle kommen österreichweit 1,6 Lehrstellensuchende, in Wien hingegen sind es 2,8 Lehrstellensuchende, das ist das schlechteste Verhältnis aller Bundesländer. Die Wiener Stadtregierung ist hier massiv gefordert, weil die gesetzten Maßnahmen, die massiv beworben werden, offenbar immer noch nicht greifen", so der Landesgeschäftsführer.

Alfred Hoch abschließend: "Wir gehen davon aus, dass die SPÖ die von uns aufgezeigten Probleme als 'Erfindung der Opposition' zurück weist. Aber wenn sie schon der ÖVP nicht glauben, sollten die Verantwortlichen einen Blick in die letzte Wifo-Studie zum Thema Wien werfen. Das Wifo kommt in einer Analyse der letzten Jahre zum Urteil, dass 'die schwache relative Beschäftigungsentwicklung Wiens nicht zufrieden stellen kann' und Wien 'auch in keinster Weise die Rolle eines Beschäftigungsmotors einnehmen konnte, die viele europäische Großstädte innerhalb ihrer Nationalstaaten erfüllen.'"

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