ÖH Uni Graz: Voranmeldung ein Desaster

Studierenden wurde trotz erfolgreicher Voranmeldung die Inskription verweigert.

Graz (OTS) - "Die Voranmeldephase ist ein organisatorisches Desaster, dessen Ausmaß erst
jetzt ans Tageslicht kommt", empört sich Stefan Thum, Vorsitzender der
HochschülerInnenschaft an der Universität Graz. "Zahlreiche Studierende
durften, trotz einer Bestätigungsmail vom Voranmeldesystem, nicht inskribieren. Das System forderte Fehleingaben geradezu heraus: Gaben Inskribierende beispielsweise keine Studien an, wurde nicht darauf hingewiesen. Statt dessen meldete es den BenutzerInnen eine erfolgreiche
Anmeldung und wies ihnen einen Termin zu. Wir versuchen nun gemeinsam mit
dem Rektorat eine Kulanzlösung für diese Studierenden zu finden." Bernhard
Bitterer, 2. stellvertretender Vorsitzender, macht für das Chaos das Ministerium verantwortlich: "In einer Husch-Pfusch-Aktion wurde die Voranmeldephase eingeführt, ohne sich im Klaren darüber zu sein, was diese
wirklich bezwecken soll. Die Universitäten wurden verpflichtet, rasch ein
Voranmeldesystem zu implementieren. Die Leidtragenden dieser unüberlegten
Entscheidungen sind die Studierenden und die Universitäten, die als Experimentierfeld für das Wissenschaftsministerium herhalten müssen. Denn
Voranmeldeprobleme gibt es an fast allen Universitäten österreichweit."

Das Vorsitzteam der ÖH Uni Graz appelliert eindringlich, Studierende nicht
länger als Testobjekte zu missbrauchen: "Schon bei E-Voting für die ÖH-Wahl
2009 zeigte sich, dass das Ministerium Studierende gerne als Versuchskaninchen missbraucht. Obwohl die ÖH damals schon vor einem Fehlschlag warnte, blieb der Minister stur - um nachher einzusehen, dass
E-Voting eine reine Geldverschwendung war und nicht mehr durchgeführt wird.
Dass sich dieser Vorgang nun mit der Voranmeldephase wiederholt, zeigt, wie
wenig lernfähig das Ministerium ist. Wir appellieren eindringlich an Wissenschaftsminister Töchterle, die Voranmeldephase - gleich dem E-Voting -
einzustampfen. Statt Geld für zweifelhafte Experimente zu verschwenden.
Immerhin kostete alleine die "Informationskampagne" zur Voranmeldung 500.000
Euro - dieses Geld wäre im Bildungssystem besser aufgehoben."

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ÖH Uni Graz
Stefan Thum
Vorsitzender
Tel.: 0699 / 190 57 425
stefan.thum@uni-graz.at
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