Musiol: Papamonat darf nicht Privileg im öffentlichen Dienst bleiben

Grüne fordern Rechtsanspruch auf Papamonat für alle Väter bei vollem Einkommensersatz

Wien (OTS) - Erfreulich ist für die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol, dass Väter im Bundesdienst die Möglichkeit des Papamonats seit Jänner 2011 in Anspruch nehmen. Getrübt wird die Freude aber von zwei wesentlichen Fakten:" Die Zeit mit dem Kind ist unbezahlt und stellt somit für viele Jung-Familien eine finanzielle Hürde dar. Denn wie viele Familien können schon auf ein ganzes Monatsgehalts des Vaters verzichten", fragt Musiol. Würde der Bund für einen adäquaten Einkommensersatz sorgen, wäre die Inanspruchnahme viel höher. "Weiters gibt es keinen Rechtsanspruch der Väter auf den Papamonat. Heinisch-Hosek sollte daher nicht nur die Zahl der Väter nennen, die den Papamonat beansprucht haben, sondern auch die Anzahl der Ansuchen die von Dienststellen abgewiesen wurden", fordert Musiol. Die Grünen werden dazu eine Anfrage an die Ministerin richten, denn uns sind Fälle von "verhinderten" Papamonaten bekannt.

Die Ausweitung des Papamonats auf die Privatwirtschaft wird von der SPÖ seit Jahren angekündigt. "Für eine Umsetzung ist es höchste Zeit, denn Beschäftigte in der Privatwirtschaft sind weiterhin auf ihren Urlaub angewiesen, wenn sie sich der Pflege des Kindes sowie der Unterstützung der Partnerin in den ersten Wochen widmen wollen. Für die Grünen ist klar: Wenn die Beteiligung der Väter gestärkt werden soll, dann muss die Regierung auch attraktive Lösungen anbieten. Voller Einkommensersatz sowie ein Rechtsanspruch sind dafür Voraussetzung."
Dass sich ÖVP und SPÖ nicht einmal auf eine kostenneutrale Schmalspur-Variante des Papamonats durch Vorziehen des Kinderbetreuungsgeldes einigen kann, spricht Bände.

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