Weninger: Großes Interesse für Österreichische Initiative gegen Atomstromimporte

Herkunftszertifikate für Strom europaweit normieren

Wien (OTS/SK) - "Es gibt einen eindeutigen europaweiten Trend für ein Europa ohne Kernkraftwerke. Das zeigen die nationalen Beschlüsse zum AKW-Ausstieg in der Schweiz, in Italien und Deutschland und der zunehmende öffentliche Widerstand in fast allen europäischen Staaten", berichtet SPÖ-Umweltsprecher Hannes Weninger vom Arbeitstreffen sozialdemokratischer PolitikerInnen aus ganz Europa in Berlin. ****

Der Ausstieg aus der AKW-Produktion müsse jedoch von einem international akkordierten Importstopp begleitet werden, fordert Weninger. "Privatkunden und Großabnehmern muss per Herkunftszertifikat die Produktionsart eindeutig nachgewiesen werden. Ansonsten kommt es nur zu einer Verlagerung der AKW innerhalb der Europäischen Union", verweist Weninger auf den Beschluss der österreichischen Bundesregierung, spätestens ab 2015 alle Atomstromimporte nach Österreich abzustellen.

Sollte sich die deutsche Politik auch in diesem Bereich der österreichischen Vorreiterrolle anschließen, müsste zum Beispiel das tschechische AKW-Temelin wirtschaftlich völlig neu bewertet werden. Laut Expertenmeinung werden die beiden Temelin-Blöcke 3 und 4 nämlich nicht für den eigenen Energiebedarf Tschechiens, sondern ausschließlich für den Atomstrom-Export errichtet. "Mit einem Verzicht auf Atomstromimporte kann der Atomlobby ein Strich durch die Rechnung gemacht werden", so Weninger abschließend. (Schluss) sc/mp

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