Moser: Derzeitige Infrastrukturpolitik der Regierung führt ins Nirgendwo

Neue VCÖ-Studie deckt verkehrspolitische Unterlassungssünden auf

Wien (OTS) - "Die Verkehrsinfrastruktur von morgen und übermorgen muss eine klima- und umweltgerechte sein. Außerdem muss bei noch höheren Öl- und Spritpreisen eine breit leistbare Mobilität gesichert werden. Das heißt zugleich, dass die Infrastrukturpolitik schon heute neu aufgesetzt werden muss, denn die beton-, tunnel- und autobahnfixierte Politik der derzeitigen Bundesregierung führt ins Nirgendwo", unterstreicht Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen, die von der neuen VCÖ-Studie aufgedeckten verkehrspolitischen Unterlassungssünden.

"Der Bau hochrangiger Straßen ist daher endlich ernsthaft in Frage zu stellen, vor allem, wenn die neuen Rennbahnen mit Vorliebe parallel zu den bestehenden Bahn-Achsen geplant werden wie in Niederösterreich. Das ist reine Geldverschwendung. Stattdessen muss mehr Geld in die Infrastrukturen für Radfahren, Zufußgehen und E-Mobilität fließen. Auch sonst ist der heute präsentierten Analyse des VCÖ zuzustimmen: Bei der Bahn müssen sich die Schwerpunkte zügig ändern. Anstatt von Megatunnels für die Betonlobby und Zusperrpolitik in den Regionen, müssen Kraft und Geld für wirklich wirksame Maßnahmen aufgewendet werden. Der Schienenausbau ist ,wie in der Schweiz, von einem integrierten Taktfahrplan-Ziel, statt von den Wünschen der Lobbyisten und Parteispender abzuleiten. Außerdem müssen Langsamfahrstellen flächendeckend ausgemerzt werden, statt wie von BM Bures geheimgehalten.

Regionalbahnen müssen attraktiver gestaltet werden und gehören elektrifiziert und vor allem muss endlich mehr auf das Zugsangebot für die Menschen, als auf die Vergoldung der Schienen darunter geschaut werden. Österreich steht kurz vor dem Nachzipf in Sachen klimafreundliche Mobilität, wenn BM Bures und ihre Regierungskollegen nicht endlich umdenken!", so Moser.

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