ÖH: verpflichtende Voranmeldung ist technisches Desaster

Liste der Probleme nicht enden wollend

Wien (OTS) - "Die Voranmeldung war ein sinnloser politischer Schnellschuss, mit dem die Regierung einmal mehr ihre Inkompetenz in Sachen Hochschulpolitik bewiesen hat," ärgert sich Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär, über die zusätzliche Hürde für Studierende. "Nicht nur bringt sie keinerlei zusätzliche Planbarkeit, die Voranmeldung ist auch ein technisches Desaster, das nur unnötige Kosten und Arbeit verursacht," so Grabuschnig weiter.

"An der Uni Linz hat der Link, der von der Eingabe der Daten zur Anmeldung für das Studium führt, nur teilweise funktioniert," nennt Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam nur eines der vielen Probleme mit den Anmeldesystemen. "Anfang August gab es in Linz Daten von über 2109 Personen, aber nur 1672 waren für ein Studium vorangemeldet. Dass es für die rund 450 Personen, bei denen das System versagt hat, eine Kulanzlösung geben muss, steht außer Frage und wurde von Seiten der Universität auch schon angekündigt."

"An der Uni Graz haben zu Beginn der Anmeldephase sogar Studienrichtungen im System gefehlt, die erst auf Ansuchen der ÖH Uni Graz hinzugefügt wurden," erklärt Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH. "Dass es keine Bestätigung für die Anmeldung und auch keine Fehlermeldungen gab, hat viele noch zusätzlich verunsichert," so Gruber weiter. "Einige Studierende, die sich bereits an der Uni Graz inskribieren wollten, haben erst vor Ort erfahren, dass die Voranmeldung nicht funktioniert hat. Sollten nach Ende der Frist weiter Solche Fälle auftreten ist aber auch hier mit Kulanzlösungen zu rechnen."

Auch an der größten Österreichischen Universität, der Uni Wien, hat die Voranmeldung zu Problemen geführt. "Wegen Wartungsarbeiten konnten sich Studierende tagelang nicht anmelden," ergänzt das Vorsitzteam der ÖH eine Liste an Problemen, die noch lange weitergeführt werden könnte. "Es hat sich ganz klar gezeigt, dass ein derart komplexes technisches System nicht über Nacht eingeführt werden kann, ohne total zu versagen. Das Ziel zukunftsgerichteter Bildungspolitik darf es nicht sein, mit weiteren unnötigen Hürden Studierende von den Hochschulen fernzuhalten," appelliert das ÖH Vorsitzteam unisono an die Regierung.

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