KONSUMENT: Daunenproduktion aus Lebendrupf - schlechtes Ruhekissen

Produkte aus Synthetik- oder Pflanzenfasern als Alternative zu Produkten, bei denen Tierquälerei nicht ausgeschlossen werden kann

Wien (OTS/VKI) - Decken, Pölster oder Jacken mit Daunen: Was in
der bald wieder bevorstehenden kalten Jahreszeit schön warm hält, ist mit viel Leid für die gerupften Tiere verbunden. Die EU hat zwar verboten, Gänse lebend zu rupfen, aber dennoch eine Ausnahme zugelassen: den sogenannten "Mauserrupf". Die Mauser ist die Zeit, in der Gänse das alte Federkleid abstoßen - die Daunen sitzen dann lockerer. Doch auch beim "Mauserrupf" werden die Tiere immer noch schwer verletzt. Somit fordert etwa die Tierschutzorganisation Vier Pfoten von der EU ein konsequentes Verbot jeder Art von Lebendrupf. Eine Alternative zum Lebensrupf ist der Totrupf. Doch auch hinter dieser Methode steckt meist Tierquälerei - etwa wenn die Graugänse zuvor in der Stopfleberproduktion leiden, indem sie mit unnatürlichen Mengen an Futter zwangsernährt werden. Doch was sind für KonsumentInnen die Alternativen? "Wer auf Daunen verzichten möchte, kann auf Synthetikprodukte umsteigen", rät KONSUMENT-Ethikexperte Peter Blazek. "Diese sind preiswerter, feuchtigkeitsresistent und auch für Allergiker geeignet. Sie sind zudem sehr lange haltbar und können recycelt werden. Auch die Pflanzenfaser Kapok, die aus Palmen gewonnen wird, hat eine sehr gute isolierende Wirkung. Kapokprodukte sind nicht teurer als Produkte aus Daunen."

Positiv streicht Blazek auf Anbieterseite die Marke Grüne Erde heraus. "Die hier angebotenen Decken und Kissen sind mit Naturmaterialien wie Schafschurwolle, Baumwolle oder Kapok gefüllt -und bieten in ethischer Hinsicht mit Sicherheit ein besseres Ruhekissen als jene Produkte, die auf Tierquälerei beruhen. Es wäre zu hoffen, dass auch andere Unternehmen diesem Beispiel folgen."

Weitere Informationen zum Thema gibt es auf www.konsument.at sowie in der Septemberausgabe des Testmagazins KONSUMENT.

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