Wir gratulieren Runde Geburtstage im September

Wien (PK) - Im September feiern folgende (ehemalige)
MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete Günter SCHÖNHART (F) - 70. Geburtstag
am 1. September,

der ehemalige Bundesrat Reg.-Rat Karl LITSCHAUER (V) - 75. Geburtstag am 3. September,

die ehemalige Bundesrätin Margarete ABURUMIEH (V) - 60.
Geburtstag am 5. September,

der ehemalige Abgeordnete Peter ROSENSTINGL (F) - 60. Geburtstag
am 6. September,

der ehemalige Bundesrat Adolf SCHACHNER (S) - 70. Geburtstag am
6. September,

der ehemalige Abgeordnete und Bundesrat Felix BERGSMANN (V) - 75. Geburtstag am 7. September,

der ehemalige Bundesrat Karl SCHWAB (F) - 75. Geburtstag am 15. September,

der ehemalige Abgeordnete und Vorsitzende des Bundesrats a.D. Dr. Jörg IRO (V) - 85. Geburtstag am 16. September,

der Abgeordnete und ehemalige Bundesrat Dr. Ferdinand MAIER (V) -60. Geburtstag am 17. September,

die ehemalige Abgeordnete Katharina HORNGACHER (V) - 70.
Geburtstag am 21. September,

der EU-Kommissar a.D. sowie ehemalige Bundesminister und
Abgeordnete DI Dr. Franz FISCHLER (V) - 65. Geburtstag am 23. September,

die Bundesministerin a.D. und ehemalige Abgeordnete Dr. Sonja STIEGELBAUER (V) - 65. Geburtstag am 23. September,

die ehemalige Bundesrätin Margaretha OBENAUS (S) - 80. Geburtstag am 26. September,

der ehemalige Abgeordnete Josef TRENK (F) - 65. Geburtstag am 26. September,

der ehemalige Abgeordnete Josef STRASSBERGER (V) - 65. Geburtstag
am 27. September,

der ehemalige Abgeordnete Manfred LACKNER (S) - 65. Geburtstag am 29. September,

der ehemalige Abgeordnete Hermann BÖHACKER (F) - 70. Geburtstag
am 30. September.

Franz Fischler 65

Franz Fischler wurde am 23. September 1946 in Absam in Tirol geboren, wo er bereits mit 14 Jahren zusammen mit seiner
Großmutter den Kleinbauernhof, auf dem er mit fünf jüngeren Brüdern aufwuchs, bestellte. Nach der Matura am humanistischen Gymnasium der Franziskaner in Hall studierte er an der Wiener Hochschule für Bodenkultur. Dort promovierte er 1978 mit einer Arbeit über Grundlagen, Methoden und Anwendungsmöglichkeiten der Flächenbilanz zum Dr. rer. nat. oec. Während der Studienjahre engagierte er sich zudem in der Katholischen Hochschuljugend.

Seine Berufslaufbahn begann er als Universitätsassistent,
wechselte aber 1979 in die Landwirtschaftskammer Tirol, wo er
1985 zum Direktor avancierte. Im April 1989 folgte er Josef
Riegler, der in der Regierung Vranitzky zum Vizekanzler
aufgerückt war, als Landwirtschaftsminister nach. Dem Nationalrat gehörte Fischler daher jeweils nur kurz an, nämlich vom 5. November bis zum 17. Dezember 1990 und vom 7. November bis zum
28. November 1994.

Nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union wechselte Fischler als EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung auf die europäische Bühne, wo er sich rasch hohes Ansehen erwarb. Neben der Neustrukturierung der Agrarförderungen war Fischler in diesem Amt bei der Bewältigung der BSE-Krise gefordert. Fischlers Reformkonzept wurde schließlich - wenn auch mit Abstrichen - im Rahmen der "Agenda 2000" angenommen. In
seiner zweiten Brüsseler Amtszeit unter Kommissionspräsident Romano Prodi bekam Fischler auch noch die Zuständigkeit für das Fischereiwesen. In seine zweite Amtsperiode fielen u.a. die Vorbereitungen der so genannten EU-Osterweiterung. Sowohl im Agrarbereich wie auch in der Fischerei initiierte Fischler
Reformen, die allerdings hinter seinen ursprünglichen Plänen zurückblieben. Bei seinem Ausscheiden aus der EU-Kommission mit
dem turnusgemäßen Abgang der Kommission unter Prodi galt der Tiroler als einer der erfolgreichsten EU-Kommissare.

Der Politik im weitesten Sinn blieb Fischler allerdings erhalten:
Mitte 2005 wurde er zum neuen Präsidenten des Ökosozialen Forums gewählt. Auch in diesem Amt folgte er auf Josef Riegler, mit dem ihn auch die Idee des ökosozialen Wirtschaftens verbindet. 2006 veröffentlichte er, gemeinsam mit Christian Ortner, das Buch "Europa - der Staat, den keiner will". Weitere Publikationen:
"Erinnerungen" (2006) und "Ernährung sichern - Weltweit. Ökosoziale Gestaltungsperspektiven. Bericht an die Global
Marshall Plan Initiative" (2007).

Im Jahr 2011 bewarb sich Fischler für die Leitung der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO. Gewählt
wurde schließlich jedoch der Brasilianer José Graziano da Silva. (Schluss)

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