Ärzte fordern Ende der populistischen Scheinargumente

Mayer: Planbare Operationen nicht mit akuten Eingriffen vermischen

Wien (OTS) - Der Bundesobmann der angestellten Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer, weist in einer Aussendung am Montag den nun auch vom Institut für Höhere Studien (IHS) bekräftigten Vorwurf einer Zwei-Klassen-Medizin scharf zurück.

Bei den im Kreuzfeuer stehenden Eingriffen gegen Grauen Star, aber auch Hüft- und Knie-Operationen, handle es sich um Eingriffe, die Arzt und Patient gemeinsam terminlich abstimmten. Mayer: "Sehr oft sind es die Patienten selbst, die aus privaten Gründen einen späteren als den vorgeschlagenen Termin wünschen, was aus medizinischer Sicht kein Problem darstellt. Eine frühere Operation hat in den genannten Fällen keinen Einfluss auf den Therapieerfolg." Der Vorwurf der Zwei-Klassen-Medizin lebe überhaupt nur davon, dass sogar seriöse Institutionen wie der Verein für Konsumenteninformation oder das IHS akute sowie planbare Operationen in einen Topf werfen, so Mayer. Weder bei Grauem Star noch bei geplanten Hüft- oder Kniegelenksoperationen bestehe, so der oberste Vertreter der angestellten Ärzte, eine Gefahr für Gesundheit oder Leben.

Mayer hält es für unvernünftig, mit populistischen Argumenten eine bedeutende Finanzquelle der öffentlichen Spitäler zu gefährden. Es sei zu befürchten, dass Privatversicherte, die mehr als eine Milliarde Euro ins Gesundheitssystem einzahlten, infolge der aktuellen Anwürfe in Privatspitäler auswichen. Die fehlenden Mittel müsste der Steuerzahler berappen. Mayer ruft das IHS auf, zur Sachlichkeit zurückzukehren, wie man sie von einer renommierten Institution erwarten dürfe. (ar)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
Mail: m.stickler@aerztekammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAE0001