Grünewald entschieden gegen Selbstbehalte und Ambulanzgebühr

Vorschlag Edlinger-Ploders richtet sich gegen sozial Schwache

Wien (OTS) - "Die Einführung von Selbstbehalten bei Arztbesuchen, sowie die Wiedereinfuhr der Ambulanzgebühr, würde vor allem sozial Schwache massiv treffen. Außerdem würde eine soziale Staffelung einen enormen zusätzlichen Verwaltungsaufwand nach sich ziehen", kritisiert Kurt Grünewald, Gesundheitssprecher der Grünen, den Vorschlag der steirischen Gesundheitslandesrätin Kristine Edlinger-Ploder.

Wie Gesundheitsökonomen seit Jahren feststellen, sind Selbstbehalte nur effizient, wenn sie hoch sind. Das ist aber extrem unsozial, weil es nur eine kleine Gruppe gibt, die sich diese leisten kann. "Ich erinnere nur an den Rohrkrepierer Ambulanzgebühr. Sie wurde nach drei Jahren wegen anhaltendem Chaos und mangelnder Effizienz wieder abgeschafft. Das muss nicht noch einmal wiederholt werden", meint Grünewald.

Die Grünen treten für eine Anhebung der Höchstbeitragsgrenze und eine Verbreiterung der Beitragsgrundlage ein. Auch die Abschaffung der berufsständigen Kassen und die Reduzierung auf eine Krankenkasse mit neun Länderfilialen ist ein gesundheitspolitisches Ziel der Grünen. " Eine Reform der Strukturen im Gesundheitswesen ist überfällig. Planung, Steuerung und Finanzierung müssen in eine Gesamtverantwortung zusammengelegt werden, um die teuren Schnittstellen zu beseitigen", fordert Grünewald.

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