Musiol zu Kindergartenpflicht: Viele Ausnahmegenehmigungen in NÖ und Tirol machen stutzig

Wien (OTS) - Die Grünen begrüßen, dass die Kindergartenpflicht von Eltern gut angenommen wird und nur in wenigen Fällen Verwaltungsstrafen verhängt werden müssen. "Kinder profitieren vom Kindergartenbesuch im Jahr vor der Einschulung sowohl sprachlich, als auch von sozialen Kontakten mit anderen Kindern. Deshalb sollten so wenige Kinder wie möglich vom Kindergartenbesuch ausgenommen sein", so Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen.

Musiol erwartet von Familienminister Mitterlehner eine sorgfältige Analyse der bisher erteilten Ausnahmegenehmigungen der Kindergartenpflicht: "Hier muss unbedingt unterschieden werden zwischen Kindern, die aus medizinischen Gründen oder wegen der zu großen Entfernung vom Wohnort nicht in den Kindergarten gehen können und jenen, deren Eltern sie lieber zu Hause selbst betreuen wollen", so Musiol.

Die auffallend häufigen Ausnahmebewilligungen in Niederösterreich und Tirol im Vergleich zu den restlichen Bundesländern machen Musiol stutzig. Während im Burgenland nur zwei Kinder von der Kindergartenpflicht ausgenommen wurden, wurde in Tirol allen 180 Anträgen und in Niederösterreich 89 Gesuchen stattgegeben. "Es muss ausgeschlossen werden, dass eine wertkonservative Haltung in einzelnen Bundesländern dafür verantwortlich ist, dass Kinder im Jahr vor der Einschulung zu Hause bleiben, anstatt in den Kindergarten zu gehen", so Musiol. Ebenso muss verhindert werden, dass behinderte Kinder oder Kinder aus einem entlegenen Tal gerne in den Kindergarten gehen würden, es für sie jedoch keinen Platz gibt und das Land sich auf den Ausnahmeregelungen ausruht.

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