ÖH: An Ausfinanzierung der Universitäten führt kein Weg vorbei

Zugangsbeschränkungen sind keine Option

Wien (OTS) - "Ob Zugangsbeschränkungen oder Zugangsregelungen -
der Effekt bleibt der gleiche. Studierende werden aus den Hochschulen geboxt", ärgert sich Martin Schott vom ÖH Vorsitzteam. "Noch dazu haben diese fatale soziale Folgen. Internationale Studien zeigen, dass sich Zugangsbeschränkungen vor allem auf Personen schlecht abgesicherter Familien auswirken. Damit scheint das Ziel klar -Hochschule soll wieder eine elitäre Bildungseinrichtung nur für Wohlhabende werden."

"Die Tatsache, dass es in Österreich immer noch viel zu wenige Studierende gibt kann nicht länger geleugnet werden. Das nicht einmal diese gute Bedingungen an den Hochschulen vorfinden zeigt ganz deutlich, dass an der Ausfinanzierung der Universitäten kein Weg vorbei führt", erklärt Generalsekretär Peter Grabuschnig. "Um den OECD Schnitt zu erreichen braucht Österreich ein Plus an 17% Studierenden - hier gibt es akuten Handlungsbedarf!"

"Durch niedrige Geburtenraten wird die Anzahl der StudienanfängerInnen in den nächsten Jahren wohl eher sinken als steigen. Damit ist klar, dass die Hochschulen sich noch mehr öffnen müssen und Schikanen wie die Studieneingangsphase und die verpflichtende Voranmeldung sofort abgeschafft werden müssen", beschreibt Janine Wulz vom Vorsitzteam den Handlungsbedarf. "Doch die Regierung scheint ihr eigenes Bekenntnis zur Wissensgesellschaft vergessen zu haben."

"Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren bieten keine Alternative zum freien Hochschulzugang, zu dem sich Österreich endlich bekennen muss. Die diskutierten Maßnahmen werden die Situation an den Universitäten nicht verbessern. Der Hut brennt, die Regierung muss nun endlich beweisen, dass sie die Probleme der Hochschulen ernst nimmt und sich zum verpflichtenden Budgetpfad auf 2% des BIP bekennen," fordert das Vorsitzteam der ÖH abschließend unisono.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Johanna Griesmayr, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
johanna.griesmayr@oeh.ac.at
http://www.oeh.ac.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001