BZÖ-Grosz: Regierung zahlte für Slogan "Österreich weiterbringen" 33.000 Euro

"Selbst Arbeitspapier der Bundesregierung wurde von Werbeagentur erstellt"

Graz/Wien (OTS) - Heftige Kritik übte heute BZÖ-Rechnungshofsprecher Abg. Gerald Grosz an den Kosten für die Frühjahrsklausur der SPÖ/ÖVP-Bundesregierung am Semmering im Mai 2011. Wie aus einer aktuellen parlamentarischen Anfragebeantwortung von Bundeskanzler Werner Faymann an den BZÖ-Mandatar hervorgeht, habe die Bundesregierung allein für den Slogan "Österreich weiterbringen" und die Erstellung des Arbeitspapiers exakt 33.000 Euro an die Wiener Werbeagentur "campdavid" bezahlt. Diese Summe setzt sich aus den Kosten für den Slogan in der Höhe von 18.000 Euro und den Kosten für das Arbeitspapier in der Höhe von 15.000 Euro zusammen. Diese Werbeagentur residiert an derselben Adresse wie jene einer ehemaligen ÖVP-Kanzlersprecherin.

"Wenn sich die ÖVP schon in der Regierung nicht mehr durchsetzt, dann wenigstens bei der Auswahl der Sujets. Es ist aber schon bemerkenswert, dass die Bundesregierung für das Erstellen eines Arbeitspapiers bereits eine Werbeagentur braucht. Bisher dachte ich, dass die rund 200 rot/schwarzen Ministersekretäre in den Kabinetten für eine solche Tätigkeit ausreichend wären. Ein 08/15 Logo, das im Design von früheren Sprüchen der Regierungen seit 2000 selbst in der Schriftart abgekupfert ist, hätte jeder x-beliebige Grafiker im Bundespressedienst auch zusammengebracht", kritisiert Grosz. Insgesamt ortete der BZÖ-Rechnungshofsprecher "keinerlei Kostenbewusstsein" bei PR-Aufträgen der Bundesregierung zugunsten von "Freundschaftsdiensten im Nahbereich von SPÖ und ÖVP".

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