Mitterlehner: "Filmförderung FISA ist gut investiertes Geld"

Wirtschaftsminister zieht nach einem Jahr Bilanz: 27 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 65 Millionen Euro mit 7,3 Millionen gefördert - 31,6 Millionen Euro bleiben in Österreich

Wien (OTS/BMWFJ) - Ein Jahr nach dem Start des Filmförderprogramms "FISA - Filmstandort Österreich" zieht Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner positive Bilanz: "FISA hat bis jetzt 27 Filmprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund 65 Millionen Euro mit 7,3 Millionen Euro gefördert. Das Geld ist gut investiert, da durch die Unterstützung dieser Projekte 31,6 Millionen Euro in Österreich ausgegeben worden sind." Diese Ausgaben sind beispielsweise in Form von Studiomieten, an den Kostümverleih, für Essen und Übernachtungen und natürlich als Entlohnung an die Schauspieler, Komparsen und Techniker geflossen.

Von den seit September 2010 genehmigten Projekten erhielten 17 Spielfilme und zehn Dokumentarfilme eine Unterstützung durch die Förderinitiative. Darunter befinden sich insgesamt sieben internationale Ko-Produktionen. Des Weiteren erhielten vier Werkstattprojekte eine Unterstützung, die dem österreichischen Nachwuchs an Filmschaffenden helfen soll, erste Erfahrungen in großen Kinoproduktionen zu sammeln. Von den 27 geförderten Projekten sind drei Erstlingswerke eines Regisseurs. "FISA ist innerhalb kürzester Zeit zu einem wichtigen Förderinstrument für die österreichischen Filmschaffenden geworden und ist nicht mehr wegzudenken", betont Mitterlehner.

Internationale Erfolge mit FISA-Beteiligung

Der Debütfilm "Atmen" von Karl Markovics wurde mit dem Preis "Europa Cinémas Label" als Bester Europäischer Film in der Reihe "Quinzaine des Réalisateurs" der Filmfestspiele in Cannes ausgezeichnet und konnte beim 17. Filmfestival von Sarajevo den begehrten Hauptpreis, das "Herz von Sarajevo", nach Österreich holen. Der Kinostart in Österreich ist für Ende September 2011 geplant.

Auch das Regiedebüt von Markus Schleinzer mit dem Film "Michael" erfreute sich nach der überaschenden Einladung zum 64. Filmfestival in Cannes großen Interesses. Der Regisseur wurde zudem beim "60. Melbourne International Film Festival" mit dem "TeleScope Award" für das beste Nachwuchstalent in der Europäischen Union ausgezeichnet. Ab Anfang September 2011 wird "Michael" in den österreichischen Kinos zu sehen sein. "Durch diese internationalen Erfolge wurde einmal mehr das Ansehen, die Kreativität und Professionalität der österreichischen Filmschaffenden unterstrichen", so Mitterlehner.

Von den sieben internationalen Produktionen mit Unterstützung durch FISA hatten zwei (360, Ludwig II) ein Gesamtbudget von jeweils mehr als zehn Millionen Euro. "360" ist eine internationale Ko-Produktion mit österreichischer Beteiligung, die im Frühjahr des Jahres 2011 durch die Dreharbeiten mit Jude Law in Wien für Aufsehen gesorgt hat. Von insgesamt 41 Drehtagen wurden 18 Tage in Wien gedreht. "Ludwig II" ist eine internationale Großproduktion von Deutschland und Österreich.

Filmförderungsmodell "FISA - Filmstandort Österreich"

Filmschaffende können ihre Förderanträge elektronisch auf der Website www.filmstandort-austria.at einreichen. Die Bearbeitung erfolgt in der Reihenfolge des Einlangens. Parallel dazu wird ein von der EU geforderter "kultureller Eigenschaftstest" nach internationalen Kriterien durchgeführt. Die Prüfung der Förderanträge erfolgt nach einem klar definierten Punktesystem. Eine zentrale Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die österreichischen Herstellungskosten mindestens 25 Prozent der Gesamtherstellungskosten betragen. Die maximale Unterstützung für ein Einzelprojekt liegt bei 25 Prozent der förderungsfähigen Herstellungskosten beziehungsweise bei 15 Prozent des jährlichen Budgets von "FISA - Filmstandort Österreich". Für FISA stehen für 2010-2012 insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung. Abgewickelt wird dieses Förderprogramm durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und Austrian Business Agency (ABA).

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