Spindelegger: "Drohungen und Entführungen von Journalisten in Libyen sind inakzeptabel"

Wien (OTS) - Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger zeigte sich zutiefst besorgt über die Meldung, wonach Gaddafitreue Truppen Entführungen von ausländischen Journalisten als letztes Druckmittel benützen. "Die Drohungen gegen und Entführungen von Journalisten müssen ein Ende haben. Das sind klare Kriegsverbrechen" betonte Spindelegger. Zuletzt war bekannt geworden, dass die gestern in der Nähe von Zawiyah verschleppten vier italienischen Journalisten befreit werden konnten.

Laut Berichten der UNO nehmen Übergriffe gegenüber Journalisten weltweit zu. Besonders beunruhigend ist der Anstieg gezielter Tötungen von Journalisten. Laut dem Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Medienfreiheit bleiben 94 Prozent der Fälle von Übergriffen unaufgeklärt. Der Schutz der Journalisten ist ein Schwerpunkt der österreichischen Mitgliedschaft im UNO-Menschenrechtsrat. "Es besteht derzeit eine Schutzlücke. Österreich arbeitet gemeinsam mit der Zivilgesellschaft an konkreten Maßnahmen, um den Schutz von Journalisten zu verbessern. Im Menschenrechtsrat wird es dazu eine eigene österreichische Initiative geben", kündigte Spindelegger an. Fokus der österreichischen Initiative im Menschenrechtsrat wird auf den Kampf gegen die Straflosigkeit und die Prävention von zukünftigen Übergriffen liegen.

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