Lichtenecker: Lebensqualität sichern heißt in Forschung, Innovation und Bildung investieren

Österreich braucht Stärkung von Universitäten, Fokus auf Grundlagenforschung und verbindlichen Finanzierungsplan zur Umsetzung der FTI-Strategie

Wien (OTS) - "Wenn die österreichische Wirtschaft und die Unternehmen in Zukunft fit für die großen Herausforderungen sein sollen, dann muss jetzt verstärkt in Forschung und Bildung investiert werden. Jetzt müssen die Universitäten mit 300 Millionen Euro gestärkt werden und zudem ein Fokus auf die Grundlagenforschung gerichtet werden. Forschung braucht Perspektive und damit einen verbindlichen Finanzierungsplan zur Umsetzung der FTI-Strategie 2020", fordert Ruperta Lichtenecker, Wirtschafts- und Forschungssprecherin der Grünen und Vorsitzende des Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie im Parlament, die derzeit an den Alpbacher Technologiegespräche teilnimmt.

"Wir haben große Verantwortung für die Zukunft. Bildung und Forschung sind das Fundament um die Herausforderungen wie Klimawandel, Energie- und Lebensmittelsicherheit, demographischer Wandel und medizinische Versorgung meistern zu können. Innovationen sind die wesentliche Triebfeder für einen erfolgreichen und nachhaltigen Umbau der Wirtschaft. Nur mit innovativen Lösungen und Produkten kann man langfristig im globalen Wettbewerb bestehen und bestehende Arbeitsplätze absichern und neue schaffen. Jetzt werden die Weichen gestellt um die Lebensqualität in der Zukunft zu sichern", betont Ruperta Lichtenecker.
Lichtenecker fordert daher: "Die Verantwortung liegt bei der Regierung. Sie muss endlich die Probleme im Bildungssystem und an den Universitäten lösen."
Dass akuter Handlungsbedarf besteht, zeigen einmal mehr internationale Vergleiche: in Österreich schließen 25% eines Altersjahrgangs eine Hochschule oder Fachhochschule ab, im OECD-Durchschnitt sind das 38%. Eine aktuelle WIFO-Studie zeigt die massiven Ausbildungsdefizite bei Jugendlichen, die damit für ihre weitere berufliche Laufbahn schlechte Ausgangsbedingungen haben und gleichzeitig fehlen der Wirtschaft zunehmend qualifizierte Arbeitskräfte.

"Die Bundesregierung hat die Foschungsstrategie (FTI) 2020 vor fünf Monaten beschlossen und bislang nicht gesagt wie die Strategie umgesetzt und finanziert werden soll. Es fehlt ein mehrjähriger verbindlicher Finanzierungsplan der Regierung für den Forschungs- und Innovationsbereich", betont Lichtenecker. Nach ExpertInnen-Berechnungen klafft derzeit ein Loch von einigen hunderten Millionen jährlich zwischen den notwendigen Mitteln zur Verwirklichung der Regierungsziele im Forschungs-, Bildungs- und Innovationsbereich und der tristen budgetären Wirklichkeit. Wenn man die Ziele der FTI-Strategie ernst nimmt, müssen spätestens jetzt im Herbst für das Budget 2012 ausreichende Mittel zur Verfügung gestellt werden. Nur so gibt es finanzielle Planbarkeit und Sicherheit für Forscherinnen und Forscher", so Lichtenecker.

Lichtenecker betont weiters die Bedeutung eines innovationsfreundlichen Umfelds und auch in diesem Zusammenhang gibt es viele Aufgaben: "Verbesserung der Arbeitsbedingungen für ForscherInnen, Ausweitung internationaler Kooperationen, Vereinfachungen in der Verwaltung und öffentliche Nachfrage als Motor für Innovationen nutzen", Lichtenecker.

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