Grüne werfen Bundesregierung verantwortungslose Drogenpolitik vor

Wien (OTS) - "Diskussionsverweigerung in der Drogenpolitik" wirft die Sozial-sprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein, der Bundesregierung vor. Anlass ist der kürzlich aufgedeckte Marihuana-Ring in Wien. Dabei droht 1.500 Personen, die kleine Mengen Marihuana im Internet bestellt haben sollen, die Kriminalisierung. Hebein: "Kriminalisierung verhindert eine sachliche Diskussion über Drogenkonsum. Die Kriminalisierung von DrogenkonsumentInnen einerseits und die Bagatellisierung von legalen Drogen andererseits ist deshalb verantwortungslos".

Tanja Windbüchler, Jugendsprecherin der Grünen im Parlament, fordert die Schaffung von neuen rechtlichen Rahmenbedingungen im Umgang mit Cannabis. "Die Verhältnismäßigkeit von Delikt und Strafe muss hergestellt werden. Der Konsum von Cannabis ist Alltagsrealität und muss ernst genommen werden. Neben der Entkriminalisierung von CannabiskonsumentInnen, geht es um die verbindliche Finanzierung von Aufklärung und Prävention. Aktive Drogenpolitik bedeutet Schaden zu minimieren, Prävention zu fördern und die Straffälligkeit zu verhindern", so Windbüchler und Hebein.

Allein ein Viertel der Wiener Bevölkerung unterschiedlichsten sozialen Milieus und aller Altersgruppen haben bereits Erfahrung mit Hanfprodukten gemacht; 7% konsumiert regelmäßig
Cannabis; die Tendenz ist steigend, wie ein aktuelles Suchtmittel-Monitoring der Stadt Wien zeigt.

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