Reisecker: Bemühen Stögers um Einigung fraglich

Gesundheitsminister kündigt einseitig Gesprächsbereitschaft auf

Wien (OTS) - "Wieso kündigt Alois Stöger urplötzlich die erst vor Kurzem angelaufenen Gespräche über eine neue Tierschutzregelung auf? Was ist plötzlich in den Gesundheitsminister gefahren!", wundert sich Bauernbund-Vizepräsident Franz Reisecker über ein Schreiben des Ministers an dessen Parteikollegen Peter Kostelka, in dem die Verhandlungen mit der österreichischen Schweinezuchtbranche einseitig aufgekündigt werden. Dies entspricht absolut nicht der beim Tierschutz-Gipfel Ende Juli akkordierten Vorgehensweise, wonach sich Fachleute um die Detailausarbeitung einer neuen Tierschutzregelung bemühen hätten sollen.

Zudem war bei diesem runden Tisch, an dem neben den Ministern Nikolaus Berlakovich und Alois Stöger auch Vertreter der Landwirtschaft und Tierschutzaktivisten teilnahmen, vereinbart worden, dass Anfang September weitere Gespräche geführt werden. Bei diesem Gipfel hatte die Landwirtschaft ein weitreichendes Entgegenkommen beim Tierschutz vorgelegt, das weit über die EU-Normen hinausgeht. "Diese Gesprächsbasis ist nunmehr per 19.08. offenbar einseitig aufgekündigt worden. Eine Vorgehensweise, die für mich nach Kadavergehorsam aussieht und einer bauernfeindlichen Strategie folgt, die von SPÖ-Parteistrategen ausgetüftelt wurde", stellt Reisecker fest, dass die heimischen Schweinebauern seit dem Prozessende um Michael Balluch andauernd unter aktivistischem Beschuss stehen. Wenn Stöger trotz der beharrlichen Gesprächsbereitschaft der Landwirtschaft keine wirtschaftlich tragbare Lösung für die Schweinezüchter in Österreich zustande bringt, ist die heimische Fleischproduktion mittelfristig ernstlich gefährdet", verweist der Bauernbund-Vizepräsident auf die wirtschaftliche Unsicherheit, die alle Investitionen der Bauern schon jetzt zum Erliegen gebracht hat. "Unsere Bauern arbeiten schon jetzt nach den höchsten Tierschutzstandards Europas und haben sich neben dem Vertrauen der Konsumenten sicher auch überlebensfähige Rahmenbedingungen zur Sicherung der Produktion verdient", so Vizepräsident Reisecker abschließend.
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