Vor Entscheidung über dritte Piste: Volkswirtschaftlich unumstritten, Umweltschutz außer Streit gestellt

ÖHV-Reitterer: Gegner rechnen mit Niederlage

Wien (TP/OTS) - Im Vorfeld der Umweltverträglichkeitsprüfung melden sich die Gegner der dritten Piste lautstark zu Wort. Michaela Reitterer, Vorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung in Wien, plädiert für eine sachliche Diskussion.

"Der Flughafen hat alle Anrainer im weitesten Sinne beim Bau der dritten Piste mitbestimmen lassen: Das war beispiellos. Die Investitionen in Sicherheit, Umweltschutz, und Lebensqualität sind vorbildlich. Alleine der Lärmschutz und die Landschaftspflege mit dreimal so viel Aufforstung wie Rodungen werden die Situation sogar noch verbessern", ist Michaela Reitterer, Vorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) in Wien und mit ihrem Null-Energie-Bilanz-Boutiquehotel Stadthalle selbst Öko-Pionierin und Staatspreisträgerin, überzeugt. Dass sich die Führung des Flughafens und die Anrainer auf überaus ambitionierte Grenzwerte, deutlich über den gesetzlichen vorgeschriebenen, einigen konnten, sei für beide Seiten von Vorteil.

Hohe Verhandlungskunst: mehr Wertschöpfung, weniger Belastung

Volkswirtschaftlich gesehen ist der Bau der dritten Piste nicht zuletzt wegen des weltweiten Anstiegs der Passagierzahlen und durch den Bau einer weiteren Piste in München unumgänglich: "63 % der ausländischen Wien-Gäste kommen per Flugzeug", erklärt Reitterer. Von einem weiteren Anstieg dieses Anteils sei ebenso auszugehen wie die weitere Steigerung der Gästezahl in Wien notwendig sei, um die Auslastung in den Hotels und damit auch die Arbeitsplätze zumindest zu halten. "Die Flugfrequenz wird aber nicht so stark zunehmen wie die Wertschöpfung: Erstens, weil die Zahl der Landungen dank größerer und leiserer Flugzeuge nicht im selben Ausmaß steigen wird. Und zweitens, weil die dritte Piste dank der von den Anrainern durchgesetzten Lärmschutzmaßnahmen und neuer Anflugrouten sogar Entlastungen bringt", so Reitterer.

Reitterer: Handschlagqualität auf beiden Seiten gefordert

Ebenfalls außer Streit steht das Recht der Anrainer auf den Schutz ihrer Interessen: "Die Halbierung der Nachtflüge, der Lärmzonendeckel und das Lärmschutzprogramm bringen sogar Verbesserungen gegenüber dem Ist-Zustand: Dazu kann ich den Verhandlern auf Seiten der Anrainer nur gratulieren", so Reitterer. Höchste Ansprüche an Eigentümer und Management zu stellen sei legitim: "Wenn dann diese Forderungen erfüllt werden, muss man aber auch Handschlagqualität zeigen und zur Einigung stehen", hofft Reitterer, dass langwierige, kostspielige Berufungsverfahren verhindert werden können.

Alle rechnen mit Ja zur dritten Piste, aber jetzt sind Experten am Wort

Zu befürchten ist das Gegenteil: "Die Pisten-Gegner werden in Berufung gehen, egal, wie ihre Chancen stehen", bleibt Reitterer realistisch. "Die Umweltverträglichkeitserklärung, die Einigung mit mehreren Bürgerinitiativen samt den erwähnten Erfolgen und natürlich die Gesetze werden von der zuständigen Behörde sachlich bewertet werden. Das Ergebnis wird nachvollziehbar sein", so Reitterer. Vom positiven Ausgang der Umweltverträglichkeitsprüfung - gewährleistet durch die gewissenhafte Arbeit des Flughafen-Managements - ist offensichtlich nicht nur sie überzeugt: "Die Pistengegner versuchen lautstark, das Ruder herumzureißen. Am Steuer sitzt jetzt aber die zuständige Behörde, und die hat nach sachlichen Kriterien zu entscheiden. Die Lautstärke der Zurufe ist zum Glück kein Kriterium."

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe, davon 172 in Wien (inklusive aller 5-Sterne-Hotels), nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter http://www.oehv.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

Michaela Reitterer, Vorsitzende ÖHV Wien
Boutiquehotel Stadthalle
Tel.: +43 (0)664 3403743
presse@oehv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TPK0008