Schädliche Chemikalien in Bekleidung: Österreichische Textilindustrie nicht betroffen

Fachverband TBSL-Obmann Backhausen: "Beim Einkauf auf in Europa produzierte Ware achten"

Wien (OTS/PWK608) - "Bei Produkten der österreichischen Textilindustrie haben Käufer den Vorteil, dass die Produktion nach sehr strengen Umweltstandards erfolgt. Unsere Industrie unterliegt außerdem der sehr aufwendigen REACH-Regelung, die jeglichen Chemikalieneinsatz nach dem Vorsorgedanken überprüft. Importe aus Drittländern unterliegen diesen Auflagen aber praktisch nicht", informiert Reinhard Backhausen, Präsident des Fachverbandes der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie (TBSL) in der Wirtschaftskammer Österreich. Neben den strengen Vorschriften in Europa und Österreich bietet auch das Umweltsiegel "Ökotex Standard 100" den Konsumentinnen und Konsumenten Orientierung und Hilfestellung beim Einkauf: "Das garantiert, dass keine Schadstoffe eingesetzt werden. Daneben gibt es noch andere Zertifikate, die nur nach sehr strengen unabhängigen Prüfungen zu bekommen sind, wie z.B. Bluesign."

Backhausen rät jedenfalls dazu, beim Einkauf auf Ware, die in Europa produziert wurde, zu achten, denn: "Die Chemikalie Nonylphenolethoxylat/NPE wird in der österreichischen Textilindustrie nicht eingesetzt. Bereits seit 2003 gibt es diesbezüglich in der EU eine Regelung. Das Problem betrifft Importe aus Drittländern, sprich China oder anderen asiatischen Ländern", informiert Reinhard Backhausen, Präsident des Fachverbandes der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie (TBSL) in der Wirtschaftskammer Österreich. Im Rahmen einer Greenpeace-Studie wurde weltweit Bekleidung auf schädliche Inhalte untersucht; dabei wurde in einigen Produkten die Chemikalie Nonylphenolethoxylat (NPE) nachgewiesen, die Umweltschäden verursachen kann."

Der Spitzenrepräsentant der österreichischen Textilindustrie ergänzt: "Das Problem, das hier von Greenpeace aufgezeigt wurde, gibt es also bei heimischen Textilprodukten überhaupt nicht. Für unsere Industrie sind Umweltschutz, Nachhaltigkeit und gesundheitliche Unbedenklichkeit gelebte Praxis. Die Konsumenten haben es in der Hand, sich dafür zu entscheiden."

Der Fachverband Textil-, Bekleidungs-, Schuh und Lederindustrie ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich. Der Fachverband ist gesetzliche Interessensvertretung und versteht sich als Servicestelle, Lobbying-Plattform (in Österreich, auf EU-Ebene und international) und Informationsnetzwerk für rund 550 überwiegend klein- und mittelständische Unternehmen der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie (Gesamtjahresumsatz mehr als Euro 4 Mrd., zirka 24.000 Arbeitsplätze). (JR)

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