VSStÖ: Grundlegende Beihilfenreform längst überfällig

Direktauszahlung der Familienbeihilfe dringend notwendig. Beihilfensystem muss sich an Lebensrealitäten der Studierenden orientieren

Wien (OTS) - Der Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ) begrüßt das Vorhaben, die Familienbeihilfe direkt an die Studierenden auszuzahlen und die Höhe der Beihilfen anzuheben. Kritisch sieht der VSStÖ die Aussage, die Familienbeihilfe völlig durch die Studienbeihilfe zu ersetzen.

"Eine Reform des Beililfensystems ist längst überfällig, da es derzeit völlig unzureichend und löchrig ist. Besonders wichtig ist hier die Direktauszahlung der Familienbeihilfe an die Studierenden sowie die Erhöhung der Studienbeihilfe. Das sind langjährige und zentrale Forderungen des VSStÖ, die dringend umgesetzt werden müssen, um die soziale Absicherung der Studierenden zu verbessern.", begrüßt Mirijam Müller, Bundesvorsitzende des VSStÖ, die Aussagen Mitterlehners und Spindeleggers.

Zum Vorschlag, die Familienbeihilfe ab dem 18. Lebensjahr zur Gänze durch die Studienbeihilfe abzulösen, äußert sich Müller kritisch."Die Studienbeihife ist - im Gegensatz zur Familienbeihilfe - vom Einkommen der Eltern abhängig. Sollte es für Studierende also nur mehr die Studienbeihilfe geben, wäre das eine massive Einschränkung des Bezieher_innenkreises und eine extreme zusätzliche Belastung für einen Großteil der Studierenden, denn nur 18 % beziehen derzeit Studienbeihilfe. Durch diese Maßnahme werden Studierende noch abhängiger von der finanziellen Unterstützung ihrer Eltern."

"Das Beihilfensystem muss sich an den tatsächlichen Lebensrealtitäten der Studierenden orientieren und eine Grundsicherung darstellen. Trotz Familienbeihilfe (die nur knapp über die Hälfte der Studierenden beziehen) sind bereits jetzt über 60 % erwerbstätig, um sich ihr Studium zu finanzieren.", erklärt Müller mit Verweis auf die Studierendensozialerhebung und fordert abschließend: "Es ist absolut essentiell, dass die Österreichische Hochschüler_innenschaft als Vertreter_innen der Studierenden in die Konzeptionierung der Beihilfenreform mit einbezogen werden, damit die soziale Lage der Studierenden berücksichtigt wird und die Betroffenen in den Dialog eingebunden sind.", fordert Müller abschließend.

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Susannika Glötzl
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