FPÖ-Deimek: Biosprit an der Zapfsäule bedeutet Blut zu tanken

Kein Biosprit aus Afrika - Europäische Produktion reicht

Wien (OTS) - Die Hungerkatastrophe in Ostafrika nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Hunderttausende Menschen fliehen vor den Folgen der verheerenden Katastrophe. Schuld daran ist nicht lediglich die jüngste Dürre. "Weite, fruchtbare Flächen werden von internationalen Konzernen aufgekauft. Anstatt von Nahrungsmitteln werden Agrarrohstoffe zur Erzeugung von Biotreibstoffen angebaut", zeigt sich der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek schockiert. "Die Biosprit-Erzeugung in Europa, wo ohnehin ein Nahrungsüberangebot besteht, muss reichen", betonte Deimek.

Eine Richtlinie aus Brüssel sieht vor, den Anteil von Biokraftstoffen in den Tanks der europäischen Fahrzeuge auf 20 Prozent zu erhöhen. Dieses ambitionierte Ziel soll bis zum Jahr 2020 erreicht werden. "Ohne Rücksicht auf Verluste, selbst der Wert von Menschenleben scheint hinter der Klimareligion zu verblassen", kritisiert Deimek. So werde etwa das fruchtbare Omo-Tal in Äthiopien zu einer Biospritplantage. Bisher lebten in dieser Region 90.000 Menschen von Ackerbau und Viehwirtschaft: "Die Vorhaben unserer Klimamissionare und der Europäischen Union entziehen diesen Menschen ihre Existenzgrundlage. Die EU schafft erst den Anreiz für Konzerne, ansonsten unrentable Grundstoffe für Biosprit anzubauen", zeigt der Abgeordnete auf.

Die Grünen beweisen einmal mehr ihre Ahnungslosigkeit. Anstatt sich für den Anbau von Nahrungsmitteln in Afrika und ein europaweites Importverbot von Agrarrohstoffen aus dem Osten dieses Kontinents zu fordern, bleiben sie ihren verheerenden Klimazielen in Lemmingmanier treu. Gleichzeitig fordert Klubobfrau Eva Glawischnig, die Regierung auf, mindestens acht Millionen Euro an die Hungerleidenden in Ostafrika zu spenden.

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