SP-Tanja Wehsely an VP-Leeb: Immer wieder das alte Lied

Wiener Ausbildungsgarantie bietet bereits jetzt gezielte Antworten

Wien (OTS/SPW-K) - "Die Platte der ÖVP kennen wir schon", kritisiert SP-Gemeinderätin Tanja Wehsely die VP-Abgeordnete Isabella Leeb, "immer wieder das alte Lied von den 'schwachen' Jugendlichen. Dabei verweigert Leeb den Realitäten ins Auge zu blicken. Das WIFO konstatiert in seiner Studie eine Problemlage, auf die wir bereits 2010 mit aufeinander abgestimmten Schritten umfassend reagiert haben. Dass Maßnahmen im Bildungsbereich aber nicht von einem Tag auf den anderen ihre volle Wirkung entfalten, sondern Zeit brauchen, liegt auf der Hand." Im Gegensatz zur ÖVP werde die SPÖ weiterhin am Konzept der überbetrieblichen Lehrausbildung festhalten, denn dafür gebe es mehrere stichhaltige Gründe:

1. Mit der überbetrieblichen Lehrausbildung verhindern wir frühzeitig Ausgrenzung: Wer eine gute Ausbildung absolviert, wird später seltener arbeitslos. Das ist ein Faktum, das auch die ÖVP nicht leugnen kann. Oder will die ÖVP an die 4.000 Jugendliche auf der Straße stehen lassen?
2. Die Ausbildung in den überbetrieblichen Einrichtungen ist qualitativ hochwertig, die Abschlussnoten der Jugendlichen sind sehr gut und viele Betriebe freuen sich, Jugendliche aus den Lehrwerkstätten übernehmen zu können, weil sie eine gute Ausbildung genossen haben. Das sind oft bis zu 30 Prozent pro Beruf und Ausbildungslehrgang.
3. Wir kooperieren hervorragend mit den Betrieben, zum Beispiel in Form einer stark praxisorientierten Ausrichtung der überbetrieblichen Lehrausbildung. Frau Leeb ist gern eingeladen, sich dieses Modell mal genauer anzusehen.
4. Und nicht zuletzt ist die überbetriebliche Ausbildung alternativlos, solange manche Betriebe nicht bereit sind, mehr gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und verstärkt Lehrlinge auszubilden. Die Zahl der betrieblichen Lehrstellen sinkt seit Jahren kontinuierlich - trotz vielfältiger Unterstützung durch die öffentliche Hand.

550 Personen profitieren in Wien vom Nachholen des Hauptschulabschlusses

"Und was die Kritik Leebs in Richtung des Nachholens von Hauptschulabschlüssen anbelangt, so zeigt sich auch in diesem Punkt ihre Uninformiertheit", so Wehsely, "derzeit werden in Wien Kurse zum Nachholen des Hauptschulabschlusses für rund 550 Personen angeboten. Da wir festgestellt haben, dass viele Jugendliche unter Schwarz-Blau ausbildungsmäßig auf der Strecke geblieben sind, forcieren wir im Rahmen der Wiener Ausbildungsgarantie das Nachholen von Bildungsabschlüssen. Wir reparieren die Fehler, die die neoliberalen Vorreiter Schüssel, Grasser, Gehrer und Konsorten uns eingebrockt haben. Und mit dem, von Vizebürgermeisterin Renate Brauner angekündigten Qualifikationsplan, setzt Wien einen weiteren wichtigen Schritt, um das Ausbildungsniveau zu heben und ein höheres Bewusstsein für das Erlangen von Qualifikationen zu schaffen. Es wäre höchst an der Zeit, dass auch die ÖVP endlich beginnt, für die Jugendlichen in Wien zu arbeiten und sich konstruktiv an der Entwicklung von Konzepten zu beteiligen, als ständig die Maßnahmen der Stadt schlecht zu reden". (Schluss)

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