RfW-BO Amann zu Leitl: Dem Bekenntnis zur "absoluten Priorität" Lehrlingsausbildung müssen Taten folgen

"Schluss mit dem Kaputtsparen der betrieblichen Lehrlingsausbildung, stattdessen Einführung des Blum Bonus Neu und Wiedereinführung der Praxistests."

Wien (OTS) - "Wenn die Lehrlingsausbildung wirklich "absolute Priorität" hat, muss das auch in den diese Woche startenden Budgetgesprächen seinen Niederschlag finden. Das heißt: Schluss mit dem Kaputtsparen der betrieblichen Lehrlingsausbildung, stattdessen Einführung des Blum Bonus Neu und Wiedereinführung der Praxistests", so heute RfW-Bundesobmann Fritz Amann zu den diesbezüglichen Aussagen von WKÖ-Präsident Leitl bei den Alpbacher Reformgesprächen.

Die Lehrlingsausbildung sei eine Investition in die
Zukunft von Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstandort. "Die ausbildenden Betriebe leisten einen volkswirtschaftlich bedeutenden Beitrag. "Gedankt" hat es ihnen die Regierung, indem sie die 2.000-Euro-Prämie für neue Lehrstellen "eingestampft" und "über Nacht" den "Qualitätsbonus" gestrichen hat", kritisiert Amann. Das sei inakzeptabel, denn auf der anderen Seite "buttere" man Millionen in das Hundstorfer'sche Prestige-Projekt überbetriebliche Lehrausbildungsstätten (ÜLA). Rund 225 Millionen Euro Steuergeld seien pro Jahrgang dafür budgetiert. Die Summe aller Fördermaßnahmen für die betriebliche Lehrlingsausbildung habe sich 2010 auf etwa 155 Millionen Euro belaufen.

"Dort, wo bedarfsgerechte Qualifizierung stattfindet, bei den Betrieben, wird gespart, das praxisfremde "Technokraten-Projekt" ÜLA wird gesponsert. Hier muss es zu einem Umdenken kommen. Wenn das Bekenntnis des Wirtschaftsbundes zur betrieblichen Lehrlingsausbildung eine echtes ist, sollte das machbar sein. Schließlich muss man bei den ressortzuständigen ÖVP-Ministern Mitterlehner und Fekter über keinen hohen ideologischen, bündischen Zaun hüpfen", so Amann.

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