KAV: Wiener OP-Anmeldesystem vorbildhaft für ganz Österreich

Wien (OTS) - =

"In den Spitälern der Stadt Wien bestimmen
ausschließlich medizinische Kriterien die Dringlichkeit eines OP-Termins", erklärte heute KAV-Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold gegenüber der Rathaus-Korrespondenz. Und weiter: "Das Anmeldemanagement erfolgt vollkommen transparent und fair und verhindert Doppel- bzw. Mehrfachmeldungen."

Im Jänner 2008 wurde OPERA, das neue elektronische OP-Anmeldemanagement der Spitäler der Stadt Wien, präsentiert. Heute arbeiten alle chirurgischen Abteilungen mit diesem elektronischen System. Die Anmeldezeiten sind seither in vielen Fächern deutlich gesunken. So hat sich beispielsweise die Anmeldezeit für Graue-Star-Operationen (Katarakt) im Krankenhaus Hietzing von durchschnittlich zwölf Wochen auf maximal drei Wochen verkürzt. Für einen neurochirurgischen Eingriff an der Wirbelsäule in der Krankenanstalt Rudolfstiftung etwa wartet man durchschnittlich 52 Tage auf einen Operationstermin. Im Otto-Wagner-Spital beträgt die Anmeldezeit für eine Hüftoperation durchschnittlich zweieinhalb Monate - die Wartezeit konnte durchschnittlich um dreißig Tage verkürzt werden.

PatientInnenfreundliches System

Bei planbaren, nicht akuten Eingriffen wird gemeinsam mit der/dem PatientIn nach einem passenden Termin gesucht. Auf spezielle Wünsche - etwa wegen eines anstehenden Urlaubs - wird Rücksicht genommen. Ist der passende OP-Termin gefunden, wird er auch gleich vergeben. Eine Verschiebung des Operationstermins kann nur durch eine Ärztin oder einen Arzt erfolgen und muss eindeutig medizinisch begründet sein. In vielen Fällen muss aber auch aus medizinischer Sicht eine Menge vorbereitet werden, damit eine Operation korrekt durchgeführt werden kann. Für Akutfälle, die immer sofort behandelt werden, steht selbstverständlich eine 24-Stunden-Versorgung zur Verfügung.

Weitere Vorteile dieses transparenten elektronischen Anmeldesystems:
Es ist mit dem OP-Berichtssystem gekoppelt - die Erledigung der OP-Berichte wird deutlich vereinfacht. In Zukunft kann der gesamte Operationsverlauf automatisch erfasst und protokolliert werden. Auch die Materialverwaltung profitiert davon. So werden OP-Behelfe wie Prothesen, Verbände oder Nadeln mit Barcodes versehen, die direkt im Operationssaal ausgelesen und aus dem Lagerstand gebucht werden.

Mehr Effizienz durch längere OP-Zeiten

Eine weitere entscheidende Maßnahme zur Verkürzung der OP-Anmeldezeiten ist die kontinuierliche Ausdehnung der Operationszeiten bis 18 Uhr. 50 Prozent aller operierenden Abteilungen im KAV operieren bereits sowohl vormittags als auch nachmittags. Möglich wird das durch flexiblere Dienstzeiten-einteilungen. Daneben setzt der KAV verstärkt auf Tages- und Wochenkliniken. Sie sind für kleinere Operationen - wie Katarakt-OPs - ideal. PatientInnen können nach dem Eingriff rasch wieder nach Hause in ihre gewohnte Umgebung zu ihrer Familie.

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