Grünewald zu VKI-Studie: Stöger verschließt die Augen vor Korruption im Gesundheitswesen

Grüne: Transparente Wartelisten nicht ausreichend

Wien (OTS) - Die vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) durchgeführte Umfrage betreffend Wartezeiten auf Operationen in Österreich beweist ganz klar die Korruption in diesem Bereich.

"Stöger verschließt die Augen vor Betrug und Korruption im österreichischen Gesundheitswesen", kommentiert der Grüne Gesundheitssprecher, Kurt Grünewald, die Ergebnisse, der vom Verein für Konsumentenformation (VKI) durchgeführte Umfrage. Demnach werden PatientInnen mit Privatversicherungen durch kürzere Wartezeiten bei manchen Operationen bevorzugt behandelt.
"Stöger hat hier einen blinden Fleck. Nach wie vor betont er, dass eine private Krankenversicherung ausschließlich eine bessere "Hotelkomponente" als Leistungsinhalt haben könne. Die Umfrage beweist aber klar die Korruption im heimischen Gesundheitswesen", so Grünewald.

Vor dem Sommer wurde im Nationalrat die Schaffung eines transparenten Wartelistenmanagements beschlossen. Sie soll 2012 in Kraft treten. "Das genügt aber nicht. Die Ausgestaltung der Wartelisten bleibt nämlich den Ländern überlassen. Es fehlen österreichweite Grundsätze und daher auch eine wirkliche Transparenz dieser Listen", so Grünewald.

Transparency International hat bereits 2007 die Situation in Österreich analysiert und kritisiert, dass hierzulande Betrug und Korruption tabuisiert wird.
"Österreich braucht eine weisungsfreie, unabhängige Antikorruptionsstelle, die sich speziell dem Kampf gegen Betrug, Missbrauch und Korruption im Gesundheitsweisen widmet", fordert Grünewald. "Außerdem müssen Nebenbeschäftigungen und die transparente Abrechnung und Verteilung von Sonderklassehonoraren neu geregelt und streng kontrolliert werden."

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