Kurz erhofft sich Schwung am Arbeitsmarkt durch AMS-"Migrantenindex"

Erstmals wird Migrationshintergrund erfasst; Leistung fordern und ermöglichen

Wien (OTS) - Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz erhofft
sich Schwung für die Integration am Arbeitsmarkt durch das heute präsentierte neue Konzept des AMS, einer Form "Migrantenindex", wobei der Name des Projekts unerheblich ist, sondern dass in der Sache etwas weiter geht. Damit würden erstmals nicht nur ausländische Staatsbürger erfasst, sondern auch der Migrationshintergrund. Neben den Kategorien Geschlecht, Alter oder Staatsbürgerschaft werde nun auch der Migrationshintergrund in einem eigenen Index ausgewiesen. Dadurch würden die rund 600.000 Migranten, die schon die Staatsbürgerschaft haben, nicht im Dunkeln bleiben. Möglich seien durch die neue AMS-Datenlage noch gezielter als bisher Maßnahmen für Migranten, ist Sebastian Kurz zuversichtlich. "So wie man für Frauen spezielle Programme hat, für Wiedereinsteiger oder Jugendliche, so soll es auch für Migranten gezielte Maßnahmen geben", sagt der Staatssekretär.

Integration ist Querschnittsmaterie. Bei der so genannten Semmering-Klausur habe sich die Regierung den gezielteren Fokus auf Migranten am Arbeitsmarkt als Ziel gesetzt. Im Expertenpapier des Integrationsstaatssekretariats sei ein weitere Impuls gegeben worden. Seit Mitte Mai betreibt das Staatssekretariat das Thema voran. "Integration funktioniert durch Leistung. Dadurch gibt es Anerkennung und Identifikation. Eine Grundvoraussetzung dafür ist neben der Sprache ein Arbeitsplatz", so Kurz. Bei arbeitslosen Menschen müsse man diese Leistung einerseits einfordern, andererseits aber auch durch Vorbereitungen auf den Job ermöglichen.

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