Berlakovich will moderne Volksgruppen-Politik offensiv vorantreiben

Ortstafelaufstellung, Volksgruppengesetz und Ausweitung des ORF-Programms

Kärnten (OTS) - "Heute wird in Kärnten Geschichte geschrieben und Zukunft gestaltet. 56 Jahre nach Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrags erlebt eines der längsten politischen Projekte der zweiten Republik seine erfolgreiche Umsetzung. Die Aufstellung der Ortstafeln darf nicht ein Schlussstrich, sondern soll ein Neubeginn für ein funktionierendes Miteinander und für eine moderne Volksgruppenpolitik sein", betont Bundesminister Nikolaus Berlakovich, selbst Burgenland-Kroate und in der ÖVP-Regierungsmannschaft für die Volksgruppen zuständig, der in dieser Funktion und in Vertretung von Vizekanzler Spindelegger beim heutigen Festakt zur Lösung der Ortstafelfrage in Kärnten ist.

Volksgruppengesetz vorantreiben, mehr ORF-Sendezeit für Volksgruppen

"Die Volksgruppen sind Teil der Vielfalt und Identität Österreichs. Volksgruppensprachen sind eine Bereicherung und eine Chance im vereinten Europa. Deshalb gilt es, das Volksgruppengesetz, das derzeit in Arbeitsgruppen verhandelt wird, offensiv voranzutreiben. Dabei geht es unter anderem im Bereich der Bildung, um eine verstärkte Forderung der Mehrsprachigkeit vom Kindergarten bis zur Universität", so Berlakovich. "Wichtig ist, das ORF-Programm so zu gestalten, dass den einzelnen Volksgruppen mehr Sendezeit eingeräumt wird", unterstreicht der Bundesminister.

Zeit längst reif, Gemeinsames vor Trennendes zu stellen

"Der heutige Tag ist ein besonderer für Kärnten und Österreich. Die Zeit war reif, auch in diesem Bundesland das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen. Die zweisprachigen Ortstafeln sind Symbol für das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Sprache und Kultur. Vielfalt und Mehrsprachigkeit sind Bereicherung, Gewinn und Zukunftschance", so Berlakovich, der bereits im Jahre 2000 als Landtagsabgeordneter und Volksgruppensprecher der ÖVP Burgenland ganz entscheidend mitgewirkt hat, die Errichtung von zweisprachigen Ortstafeln im Burgenland durchzusetzen. Die erste dieser zweisprachigen Ortstafeln wurde übrigens in Berlakovichs Heimatgemeinde Großwarasdorf aufgestellt.

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