GPA-djp - Proyer: Handelskonzerne sollen KassierInnen ohne Suche von neuerlichen Ausreden richtig einstufen

Zahlreiche Reaktionen auf OGH-Urteil zur Einstufung von KassieInnen bestätigen Handlungsbedarf

Wien (OTS) - GPA-djp/ÖGB) "Unsere Telefone stehen seit Bekanntwerden des OGH-Urteils, wonach KassierInnen im Handel in die höhere Beschäftigungsgruppe 3 eingestuft werden müssen, nicht mehr still. Auch wenn einige Handelskonzerne immer wieder betonen, dass KassierInnen bei ihnen richtig eingestuft wären: Viele betroffene Angestellte, die sich bei uns melden, bestätigen leider genau das Gegenteil. Es herrscht wirklich großer Handlungsbedarf", berichtet der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Karl Proyer.++++

In einzelnen Handelskonzernen ist man offenbar schon auf der "kreativen" Suche nach neuerlichen Ausreden gegen die höhere Einreihung, wenn man z. B. Aussagen der Baumax-Sprecherin Monika Voglgruber Glauben schenken darf. So wird offenbar bei Baumax damit argumentiert, dass nur jene KassierInnen in die Beschäftigungsgruppe 3 einzureihen wären, die Kassa-Abschlusstätigkeiten verrichten. "Das ist schlicht ein völliger Unsinn und läuft wieder auf ein System hinaus, die betroffenen Angestellten in Beschäftigungsgruppe 2 einzustufen, was beispielsweise im fünften Dienstjahr alleine vom Grundgehalt eine Differenz von rund 150,- Euro brutto monatlich im Vergleich zur Verwendungsgruppe 3 ausmacht", so Proyer.

Die BetriebsrätInnen im Handel wissen, dass jetzt viele Fragen auf sie zukommen und sind seit Tagen gut vorbereitet, erklärt Proyer weiter: "In einem ersten Schritt sollten alle betroffenen Angestellten, auch jene, die nicht ausschließlich an der Kassa arbeiten, ihr Gehalt und ihren Dienstzettel überprüfen." Auch bei kleinen Ungereimtheiten bezüglich der richtigen Beschäftigungsgruppe empfiehlt die GPA-djp, den Betriebsrat oder eine der Regionalgeschäftsstellen der GPA-djp zu kontaktieren. Auf Grund der Erfahrungen der letzten Tage lohne sich dies vermutlich besonders für alle KIKA-KassierInnen.

"Unsere gewerkschaftlichen BeraterInnen stehen im Sinne der Wahrung der Rechte der KassierInnen für Fragen gerne zur Verfügung", so Proyer abschließend: "Dieses Urteil des Obersten Gerichtshofes ist eine glasklare Grundsatzentscheidung, die den KassierInnen wirklich Geld bringt, jetzt müssen sie aber auch ein Stück selbst agieren und ihre richtige Einreihung geltend machen".

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