Internationaler Tag der Jugend: SP-Peschek: "Politisches Umdenken notwendig"

Wien (OTS/SPW-K) - "Die aktuellen Ereignisse in England machen auf tragische Weise Art klar, was für Folgen der Egoismus der Wirtschaftselite - also all jener, denen die gesellschaftliche Entwicklung völlig egal ist, solange sie nur reichlich Geld scheffeln - haben kann", stellt der Jugendsprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Christoph Peschek anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August fest.

"In Zeiten der Wirtschaftskrise richtet sich der Fokus fast ausschließlich auf finanzielle und ökonomische Belange, der Begriff Stabilität wird als budgetäre Sicherheit aufgefasst. Dabei fallen all jene durch den Rost, die von der Krise getroffen werden, und zusätzlich mit ihren Steuergeldern dafür aufkommen müssen. Dass sich diese 'neoliberale Blindheit' nun rächt, kann nicht ernsthaft verwundern", so Peschek.

Um den Jugendlichen - egal ob Österreich oder international - eine echte Chance und Perspektiven für die Zukunft (zurück) zu geben, sei ein Umdenken der europäischen Politik notwendig. "Und so wird es gerade in der Bildung wichtig sein, Schwerpunkte zu setzen und darauf zu achten, dass unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft der freie Zugang zu Wissen und Bildung gewährt bleibt", hält der Gemeinderat fest und betont: "Jeder und jede Jugendliche ohne abgeschlossene Bildung ist eine und einer zu viel, denn die Gefahr von Arbeitslosigkeit und Armut ist dadurch erhöht. Wenn wir Zukunftsperspektiven, Aufstiegschancen und ein Leben in Würde ermöglichen wollen, braucht es die richtigen Rahmenbedingungen".

Die Stadt Wien habe diese durch zahlreiche Maßnahmen geschaffen, betont Peschek und verweist auf die Wiener Ausbildungsgarantie, die Umsetzung des Gratis-Kindergartens, die laufende Modernisierung der Wiener Schulen und den Ausbau der Neuen Mittelschule bzw. ganztätiger Schulformen. "Alleine die überbetriebliche Lehrausbildung im Rahmen der Wiener Ausbildungsgarantie ermöglicht 4.500 Jugendlichen eine gute Ausbildung. Allerdings bleibt meine Forderung, dass die Unternehmen der Privatwirtschaft ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und mehr Lehrstellenplätze zur Verfügung stellen müssen, weiterhin aufrecht", erklärt Peschek. Aktuell bilden nur rund elf Prozent der Wiener Betriebe Lehrlinge aus, dies sei viel zu wenig. "Es muss die Ausbildungspflicht für ausbildungsfähige Unternehmen eingeführt werden, d.h. ab zehn MitarbeiterInnen mindestens ein Lehrling oder Strafzahlung in einen echten Berufsausbildungsfonds. Gleichzeitig ist diese Ausbildungspflicht mit strengen externen Qualitätskontrollen und mehr betrieblicher Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnen umzusetzen", unterstreicht der SP-Politiker seine Forderungen.

"Wir müssen die Zukunft jetzt aktiv gestalten, um den Jugendlichen optimale Perspektiven zu geben, um ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben führen zu können", so Peschek abschließend. (Schluss) lok

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