Neues Volksblatt - "Zum Lachen?" von Markus EBERT

Ausgabe vom 10. August 2011

Linz (OTS) - Es heißt ja, Alexander Wrabetz habe seine Wiederwahl zum ORF-Chef auch einer gewissen Willfährigkeit gegenüber der SPÖ zu verdanken -überhaupt, seit er auch die Agenden des Informationsdirektors übernommen hatte. Aber vielleicht ist man auf dem falschen Dampfer wenn man glaubt, in ORF-Informationssendungen sein Glück finden zu müssen.
Am Montagabend jedenfalls war in einer Unterhaltungssendung eine Information versteckt, die eindrucksvoll verdeutlicht, warum es mit unseren Staatsfinanzen nicht zum Besten steht. Elisabeth T. Spira präsentierte in "Liebesg'schichten und Heiratssachen" einen agilen 51-Jährigen aus Wien, der als Gemeindebediensteter seit drei Jahren in Pension ist. Grund: Burn out. Gewiss: Burn out ist mittlerweile ein echtes Problem in der Arbeitswelt geworden. Aber die Frage, ob es für einen 48-Jährigen keine andere Möglichkeit der seelischen Gesundung geben kann als die Pension (sprich die Verlagerung der Kosten zu Lasten der Steuerzahler) muss schon gestellt werden dürfen. Denn eines darf man annehmen: Um einen Einzelfall handelt es sich dabei nicht. Vielleicht erfahren wir darüber in weiteren ORF-Unterhaltungssendungen noch mehr - auch wenn das alles andere als zum Lachen ist.

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