Ackerl an Regierung: Zugangsbeschränkungen sind Konzepte der Vergangenheit

Freier und offener Hochschulzugang und nachhaltige Hochschulfinanzierung sind Gebot der Stunde

Linz (OTS) - Der Landesparteivorsitzende der SPÖ Oberösterreich Josef Ackerl steht der neuerlich entbrannten Diskussion um Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren mit Skepsis gegenüber und vermisst ernstzunehmende Vorschläge in der Hochschulpolitik. "Statt an Reformen für die Zukunft zu arbeiten werden gescheiterte Konzepte von vorgestern wieder aufgewärmt." so der stellvertretende Landeshauptmann in einer ersten Stellungnahme.

"Das österreichische Hochschulsystem ist chronisch unterfinanziert und wird systematisch kaputtgespart. Zugangsbeschränkungen sind hier keine Lösung, sondern verschlimmern das Problem nur, indem sie finanziell schlechter gestellten Jugendlichen den Zugang zur Hochschule erschweren. Es kann nicht sein, dass vor allem sozial schwache Studierende darunter leiden sollen, dass seit Jahren die Notwendigkeit eines sozial gerechten Steuersystems ignoriert wird. Österreichs Hochschulen brauchen ein nachhaltiges Finanzierungskonzept. Vermögens- und Finanztransaktionssteuern sind das Gebot der Stunde!", führt Ackerl aus.

"Die Zugangsbeschränkungen an den Medizin-Universitäten zeigten erst kürzlich wieder eines ganz deutlich: Sozial schwachen Studierenden werden hier systematisch Steine in den Weg gelegt. Angesichts der niedrigen AkademikerInnenquote Österreichs kann die Schlussfolgerung nur lauten: Wir brauchen mehr und nicht weniger Studierende. Das ist nur mit einem freien und offenen Hochschulzugang ohne soziale Selektion möglich!", so Ackerl abschließend.

Österreichs Hochschulen brauchen ein nachhaltiges Finanzierungskonzept. "Durch die Einhebung von vermögensbezogenen Steuern lassen sich ausreichend Gelder lukrieren, um die Finanzierung der Hochschulen auf Jahre hin nicht nur sicherzustellen, sondern sogar deutlich auszubauen. Diese Maßnahmen sollen von einer verstärkten sozialen Absicherung der Studierenden flankiert werden. Ist man wirklich daran interessiert, dass Studierende rasch mit ihrem Studium fertig werden, muss man eine Studienförderung schaffen, die das tatsächlich ermöglicht." Als erste Schritte in diese Richtung fordert die SPÖ Oberösterreich die Direktauszahlung der Familienbeihilfe an die Studierenden und die Valorisierung der Einkommens- und Zuverdienstgrenzen, sowie eine Erhöhung der Studienbeihilfe auf einen existenzsichernden Betrag.

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