FPÖ-Karlsböck: Höchste Zeit für Novelle zum Krankenanstaltenarbeitszeitgesetz

Wien (OTS) - "Endlich hat auch die SPÖ erkannt, dass es eine Neuregelung des Krankenanstaltenarbeitszeitgesetz benötigt, um die exorbitant hohe Belastung der Spitalsärzte zu entschärfen", sagte heute der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck, der auf zahlreiche Initiativen der FPÖ zu diesem Thema verwies.

Es sei zu begrüßen, dass Hundstorfer nun die Forderungen der FPÖ aufgreife und die Ärzte entlasten wolle, betonte Karlsböck, der Wochenarbeitszeiten von 72 Stunden für Spitalsärzte für unzumutbar hält. "Bei derart langen Diensten leidet zwangsweise die Qualität, handelt es sich doch um Leistungen im Spitzensegment der medizinischen Versorgung", so Karlsböck. Eine Verkürzung der Dienstzeit bedeutet somit eine Steigerung in der Versorgungssicherheit der Patienten, die ausdrücklich zu begrüßen sei, so Karlsböck.

Ebenso bedacht werden sollte bei der Neuregelung, die Arbeitsbedingungen für Spitalsärzte zu verbessern, forderte Karlsböck. Dazu gehöre etwa die Entlastung der Ärzte von der immer stärker um sich greifenden Bürokratie im Spitalsbetrieb. Dies gelte besonders für die medizinischen Universitätskliniken - allen voran das Wiener AKH - die mehr Zeit für die Forschung benötigten, so Karlsböck. Angebracht seien, so eine langjährige Forderung der FPÖ, 30 bis 40 Prozent der Arbeitszeit der Forschung zu widmen, sagte Karlsböck. Dies sei deutlich sinnvoller, als im Bürokratie-Dschungel wertvolle Arbeitszeit zu verplempern.

"Zum Ausfüllen eines Formulars brauche ich keinen Universitätsprofessor. Da stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht", kritisierte Karlsböck. Die fachlichen Kapazitäten eines Universitätsprofessors seien deutlich besser in der Forschung, der Lehre und am Krankenbett einsetzbar, als in der Schreibkanzlei, appellierte Karlsböck an die zuständigen Spitalsträger ihre Spitzenmediziner sinnvoller einzusetzen.

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