Moser an Ametsreiter und Kollegen: Boni sofort auf ein Treuhandkonto

Warum hat ÖIAG nicht kontrolliert? Polit-Dimension im Telekom-Sumpf klären

Wien (OTS) - "Es ist gut, dass Hannes Ametsreiter den
Telekom-Sumpf nun trockenlegen möchte. Aber ich frage Herrn Ametsreiter: Als Sie, als damaliger Mobilkom-Manager, einen Bonus bekamen, weil der Telekom-Aktien-Kurs justament am Stichtag, den für den Bonus ausschlaggebenden Wert erreichte - was haben Sie sich damals gedacht? Glücklicher Zufall?" fragt die Telekom-Sprecherin, Gabriela Moser, den Konzernchef.

Moser fordert alle Telekom-Manager auf, die möglicherweise zu Unrecht eingesteckten Boni auf ein Treuhandkonto zu legen, bis der Fall geklärt ist: "Hier muss Hannes Ametsreiter, als Vorstand, mit gutem Beispiel vorangehen."

Moser fragt sich weiter, wie sich unter den Augen der ÖIAG der Telekom-Sumpf immer mehr ausweiten konnte. Im Laufe der Jahre verschwanden hier Millionen: "Bezahlt haben dafür Telekom-AktionärInnen, also auch die ÖIAG, und die SteuerzahlerInnen. Insgesamt muss, so Moser, die Rolle der ÖIAG hinterfragt werden, die im Aufsichtsrat ihrer Rolle als Kontrolleurin offensichtlich nicht ausreichend nachgekommen ist.

Die gesamte Telekom-Führung ab dem Jahr 2003 müsse nun auch darlegen, inwieweit Telekomgelder auf Umwegen in blau-schwarze Parteikassen flossen. Laut der Vernehmungsprotokolle "Hochegger", profitierten blaue und schwarze Teilorganisationen, sowie ein SPÖ-Abgeordneter. "Schon allein aus betriebswirtschaftlichen Gründen sind die Geschäfte und Boni unter Telekom-Freunden zu ahnden. Darüber hinaus ist die Aufarbeitung und Trockenlegung des blau-schwarzen Sumpfes auch im Telekom-Bereich hoch an der Zeit", betont Moser.

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