Grüne Wien/Werner-Lobo: Gudenus soll Königshofer folgen und zurücktreten

Pauschale Hetze gegen Tschetschenen und Muslime nach dem Attentat von Oslo besonders bedenklich

Wien (OTS) - Völlig entsetzt zeigt sich Klaus Werner-Lobo, Menschenrechtssprecher der Grünen Wien, über eine Aussendung des Wiener FPÖ-Klubchefs Johann Gudenus mit dem pauschal verhetzenden Titel "Tschetschenen sind gefährlich". Darin phantasierte Gudenus am Freitag: "Fast jeder männliche Tschetschene läuft mit einem Messer herum. Und er setzt dieses auch völlig skrupellos ein." Darüber hinaus würden die in Österreich lebenden Tschetschenen einen heiligen radikalislamischen Krieg unterstützen.

"Nach den kürzlichen Vorfällen rund um Uwe Scheuch und den zahlreichen rechtskräftigen Verurteilungen von ehemaligen FPÖ-Funktionären wegen diverser strafrechtlicher Delikte könnte man viel eher sagen: Bei der FPÖ ist Gefahr im Verzug. Die Aussagen des Strache-Stellvertreters sind auf jeden Fall gefährlich: Gudenus macht sich der geistigen Mittäterschaft für rassistische Übergriffe schuldig. Gerade nach dem Massaker von Norwegen ist eine solche Hetze gegen eine ganze Bevölkerungsgruppe schlichtweg unakzeptabel und Gudenus rücktrittsreif".

Die ÖVP, die immer wieder gemeinsame Sache mit der FPÖ mache, sei nun endlich aufgefordert, sich deutlich von dieser Partei, in der so viele FunktionärInnen Probleme mit der österreichischen Rechtsordnung haben, zu distanzieren, so der Grüne Menschenrechtssprecher abschließend.

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