ÖH Uni Wien: Zugangsbeschränkungen sind eine Katastrophe

Fehlbarkeit von Aufnahmetests ist offensichtlich

Wien (OTS) - Die Absurdität und die Folgewirkungen der Versuche, mittels Aufnahmeverfahren die "Studierendenströme" zu lenken, zeigen sich anhand der Eingangstests für das Publizistik- und das Psychologiestudium an der Universität Wien: Ergebnis der wiedergekäuten Forderungen nach der Aussiebung der Studienanfänger_innen ist eine zu geringe Zahl an Bewerber_innen für Publizistik während zwei Drittel der Anwärter_innen für Psychologie abgewiesen werden.

"Es kann doch nicht angehen, dass Studierwilligen mit solchen Aufnahmetests vermittelt wird, dass ihr Wissensstand, der ihnen durch eine Matura oder Studienberechtigungsprüfung bestätigt wird, nicht ausreicht", so Kübra Atasoy vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

"Mit dieser weiteren Selektion werden Schulabsolvent_innen davon abgehalten, über ihre Zukunft selbst zu entscheiden", ergänzt Maria Clar (Vorsitzteam).

Es zeichnet sich eine ähnliche Situation wie im Vorjahr ab: Die zur Verfügung gestellten Studienplätze für Publizistik können nicht annähernd besetzt werden. Den 1120 Plätzen stehen 720 Anmeldungen für die Aufnahmeprüfung gegenüber.

"Diese Prozedur zeigt nur, dass Versuche, die Anzahl der Studierenden im Vorfeld festlegen zu wollen, nicht funktionieren. Mögen Wissenschaftsministerium und Rektorat mit noch so vielen angeblich belegbaren Zahlen um sich werfen, die Dynamiken entwickeln sich nicht, wie geplant", resümiert Julia Kraus (Vorsitzteam).

Für das Vorsitzteam sind die angeführten Aufnahmeverfahren eine Bestätigung für die Absurdität jeglicher Zugangsbeschränkungen.

"Mit Aufnahmetests dieser Art wird der Wissbegierde und dem Potential von Studierwilligen eine klare Absage erteilt. Unser Ziel ist unbestritten der freie und offene Hochschulzugang. Bildung ist ein elementares Menschenrecht!", sind sich Atasoy, Clar und Kraus einig.

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