Ärztekammer zu Stöger-Vorstoß: Ärzte dürfen nicht zu Abtreibungen gezwungen werden

Keine Erpressung der Spitäler

Wien (OTS) - Der Vorstoß von Gesundheitsminister Alois Stöger, Schwangerschaftsabbrüche österreichweit in öffentlichen Spitälern zu ermöglichen, stößt beim Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer, Walter Dorner, auf Skepsis. Ärztinnen und Ärzte dürften auf keinen Fall gegen ihren Willen gezwungen werden, Abtreibungen vorzunehmen, hielt Dorner am Donnerstag in einer Aussendung fest.

"Es wäre ethisch fragwürdig, Ärzte gegen ihre Haltung zur Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen zu verpflichten", so der Ärztechef. Auch die Andeutung des Ministers, seine Forderung gegebenenfalls durch finanziellen Druck zu untermauern, stößt auf wenig Gegenliebe. Dorner: "Es ist bedenklich, die Spitalsreform und die damit verknüpften finanziellen Mittel an die Ermöglichung von Abtreibungen zu binden." (sl)

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