GPA-djp: Offener Brief an SCN-Geschäftsführerin Sonja Gimplinger

Das Bild der betrieblichen Realitäten im Handel ist aufgrund der Größe unvollständig - mehr Überblick durch mehr Information und Beratung

Wien (OTS/GPA-djp/ÖGB) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus (GPA-djp) übermittelte heute folgenden Offenen Brief an die Geschäftsführerin des Shopping Center Nord, Frau Sonja Gimplinger:

Sehr geehrte Frau Gimplinger!

Mit großem Interesse haben wir im "Wirtschaftsblatt" von 4.8.2011 Ihre Meinung zur laufenden Debatte über die arbeitsfreien Samstage und Ihre Einschätzung der Gewerkschaftsarbeit gelesen. Es ist uns bewusst, dass - trotz unserer ständigen Kontakte zu hunderten Betriebsrätinnen und Betriebsräten in Handelsbetrieben und jährlich tausenden Beratungs- und Rechtsfällen von Beschäftigten im Handel -aufgrund der Größe dieser Branche unser Bild der betrieblichen Realitäten im Handel ein unvollständiges ist. Insofern können wir Ihren Ausführungen durchaus folgen.

Wir verstehen Ihre Einschätzungen als wohlmeinende Einladung an die GPA-djp, sich mit den Gegebenheiten und realen Arbeitsbedingungen im Shopping Center Nord näher auseinander zu setzen. Wir freuen uns, dass hier offenbar ein Umdenken stattgefunden hat und dass Sie den Dialog und die Kooperation mit der Gewerkschaft suchen. Das war ja in der Vergangenheit nicht immer so. Die tatsächliche Arbeitszeitqualität in den Handelsbetrieben der SCN ist für uns bekanntlich von großem Interesse.

Wir schlagen daher vor, am Freitag, den 4. und Samstag, den 5. November 2011 - im Rahmen unserer Beratungsoffensive im österreichischen Handel - auch bei Ihnen in der SCN Beratungs- und Informationstage für die Beschäftigten in den Handelsbetrieben abzuhalten.

Es wäre dies für uns alle eine gute Gelegenheit, die Realität vor Ort in den Handelsbetrieben des SCN näher kennenzulernen und gleichzeitig zu sehen, ob die erst vor kurzem mit der Arbeitgeberseite vereinbarten kollektivvertraglichen Bestimmungen die Beschäftigten erreichen.

Wir hoffen, dass Sie unserem Vorschlag zum Kennenlernen der Praxis vor Ort zustimmen und stehen Ihnen für weitere Gespräche über die konkrete Vorbereitung und Durchführung dieser beiden Beratungstage gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Karl Proyer,
stv. Bundesgeschäftsführer

Manfred Wolf,
Wirtschaftsbereichssekretär

Franz Georg Brantner,
Wirtschaftsbereichsvorsitzender

Karl Dürtscher,
Regionalgeschäftsführer-Stv.

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