Musiol zu Abtreibung: Mitterlehner und ÖVP sind noch nicht im 21. Jhdt. angekommen

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Wien (OTS) - "Dass Familienminister Mitterlehner es als falsches Signal sieht, Frauen in allen Regionen Österreichs Abtreibungen in öffentlichen Krankenhäusern zu ermöglichen, zeigt die vorsintflutliche Haltung der ÖVP: Es gibt ein Gesetz dazu, nämlich die Fristenlösung und diese steht nicht zur Diskussion. Das bedeutet aber auch, dass es entsprechende Einrichtungen geben muss, die einen Schwangerschaftsabbruch ermöglichen", erklärt die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol und weiter: "Es muss im 21. Jahrhundert selbstverständlich sein, dass die notwendigen Institutionen vorhanden sind, wenn Frauen einen Abbruch vornehmen lassen. Aktuell ist es noch immer so, dass Frauen, die sich dafür entscheiden, weite Wege auf sich nehmen müssen, die eine massive Belastung und durchaus gesundheitsgefährdend sein können."

Unabhängig von der Abtreibungsdebatte ist es eine Verhöhnung von Jungfamilien, wenn Minister Mitterlehner behauptet, dass Österreich gute Voraussetzungen schafft um eine Familie zu gründen. "Nach wie vor gibt es keine ausreichenden Kinderbetreuungsplätze. 17,1 Prozent der Unter-Dreijährigen haben keinen Betreuungsplatz. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist daher noch immer in weiter Ferne", meint Musiol.

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