FPÖ-Karlsböck: Abtreibungen: Stöger agiert unmoralisch und rechtlich bedenklich

Werdende Mütter sollten allumfassende Unterstützung erhalten, sich für das Kind zu entscheiden

Wien (OTS) - FPÖ-Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck macht angesichts der von Minister Stöger ins Rollen gebrachten Abtreibungs-Debatte darauf aufmerksam, dass es moralisch aber auch rechtlich höchst bedenklich sei, Abtreibungen als medizinische Eingriffe mit sämtlichen anderen lebenserhaltenden medizinischen Maßnahmen gleichzusetzen. Stöger klammere mit seinem Vorstoß, Schwangerschaftsabbrüche flächendeckend in jeder Region Österreichs anzubieten, zudem jedweden ethischen Hintergrund, der dieser Thematik zugrundeliege, einfach aus. Zudem bürde er Krankenhäusern Angelegenheiten auf, zu denen sie keinesfalls von staatlicher Seite verpflichtet werden könnten.

So einfach dürfe sich der Gesundheitsminister nicht über die dem Thema Abtreibungen zugrundeliegende Problematik so einfach hinwegsetzen, so Karlsböck, der die Meinung vertritt, dass es keineswegs angehen könne, Krankenhäusern diese Art der Dienstleitung zu oktroyieren. Hier müsse eindeutig hervorgehoben werden, dass es sich nicht um eine staatliche Obliegenheit handle, Schwangerschaftsabbrüche zu beauftragen. Vielmehr gelte es, jenen betroffenen Frauen allumfassende Hilfestellung anzubieten, sich im jeweiligen Fall für das Kind zu entscheiden.

Grundsätzlich erinnere die jetzige Diskussion aber auch an den im Herbst des Vorjahres ans Tageslicht gekommenen Plan der EU, mittels Resolution Ärzte zu Schwangerschaftsabbrüchen zu zwingen. Diese Initiative hätte restriktive Regelungen verlangt, die im Ergebnis Ärzten und anderen Gesundheitsberufen weitestgehend die Möglichkeit nehmen würden, ethisch problematische Dienstleistungen abzulehnen, betont Karlsböck abschließend mit Verweis darauf, dass sich Österreich keinesfalls durch derartige Pläne oder Vorhaben zu Schritten verleiten lassen dürfe, die ein Ende des in Österreich vorhandenen moralischen Grundkonsens in der Abtreibungsfrage bedeuten würde.

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