Kräuter kritisiert Ex-Minister Böhmdorfer

Groteske Argumentation als Anwalt

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter kritisiert Ex-Minister Dieter Böhmdorfer und vermutet im "part of the game"-Skandal atmosphärische Spätfolgen der seinerzeitigen Aussage Böhmdorfers zur Spitzelaffäre um den damaligen Landeshauptmann Jörg Haider. Kräuter: "Böhmdorfer hat als Justizminister im Jahr 2000 Haider in einem Strafverfahren als über jeden Verdacht erhaben bezeichnet und Vorerhebungen gegen seinen Parteifreund als von nicht großer Bedeutung heruntergespielt. Damit wurde mit Sicherheit kein Beitrag zum Rechtsempfinden und zur moralischen Integrität von freiheitlichen Funktionären in Kärnten geleistet." ****

Es stehe daher Böhmdorfer aus Sicht Kräuters auch nicht zu, nach dem Urteil im Korruptionsfall Uwe Scheuch von einer selbstgerechten Sündenjudikatur und Gefühlsjurisprudenz zu sprechen. Neuerlich seien auch die fortgesetzten parteipolitischen Angriffe der Freiheitlichen gegen die unabhängigen Gerichte zurückzuweisen.

Als Anwalt in der Causa selbst versuche Böhmdorfer im Auftrag seines Mandanten mit geradezu lächerlichen Aussagen die Faktenlage zu verändern. Kräuter: "Das ist natürlich sein gutes Recht als Anwalt. Die Argumentation, beim Scheuchtelefonat habe es sich um eine Förderung eines Fußballvereines gehandelt, ist allerdings bestenfalls als grotesk zu werten." (Schluss) tt/bj

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0002