Leitl begrüßt Burgstallers Vorschlag zu "gesteuertem Unizugang"

Vernünftige Lösungsvorschläge bringen Bewegung in Bildungsdiskussion - Staffelung von Studiengebühren nach Studienrichtungen weitere Möglichkeit

Wien (OTS/PWK571) - Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl begrüßt den von der Salzburger Landeshauptfrau in der "Presse" gemachten Vorschlag zu einem "gesteuerten Uni-Zugang". "Die von Burgstaller angesprochenen Lösungsvorschläge sind sehr vernünftig und es freut mich, wenn dadurch Bewegung in die festgefahrenen Bildungsfronten kommt", so Leitl. Österreich müsse aufpassen, dass die Universitäten im europäischen und internationalen Vergleich nicht zur Marginalie verkommen. Leitl attestiert der Bunderegierung in der Bildungspolitik durchaus guten Willen und hofft, dass "solche guten Vorschläge in der weiteren Reformdiskussion aufgenommen werden". Dazu gehöre auch der Vorschlag von Vizekanzler Michael Spindelegger, dass für solche Studien, für die ein hoher Bedarf bestehe - insbesondere technische oder naturwissenschaftliche Fächer - , Studiengebühren reduziert oder sogar gänzlich entfallen könnten. Leitl: "Denn gerade die Wahl von technischen Studien durch die angehenden Studentinnen und Studenten ist von besonderer Wichtigkeit für die Zukunft unseres Landes und des Wirtschaftsstandorts Österreich."

Generell müsse man bei der Bildungsreform auf Begabungsorientierung und Ressourcenoptimierung achten. Leitl: "In diesem Zusammenhang sei auf den Vorschlag vom Rektor der Wiener Wirtschaftsuniversität, Christoph Badelt, hingewiesen, der meinte, dass der Staat die Ressourcen für die Universitäten zwar definieren müsse, die Universitäten im Gegenzug dafür festlegen dürfen, wie viele junge Menschen sie mit diesen Ressourcen bestmöglich ausbilden können." Denn wer in Zeiten überlaufener Studienrichtungen, untragbarer Studienbedingungen und zu geringer Unibudgets noch an den freien Hochschulzugang glaube, verweigere sich der Realität. Nur durch Studienzulassungsverfahren sowie Studiengebühren könne - wie es im österreichischen Fachhochschulsektor aber auch international gezeigt werde - eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des Hochschulwesens ermöglicht werden. Leitl: "Wichtig ist mir aber, dass bei einer Wiedereinführung von Studiengebühren im gleichen Atemzug das Stipendiensystem für Studierende ausgebaut wird." (BS)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Bildungspolitik
Dr. Michael Landertshammer
Tel.: (+43) 0590 900-3573, F:(+43) 0590 900-261
bp@wko.at
http://wko.at/bp

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001