AKNÖ-Tipps: So klappt es mit der Nachhilfe

Nachhilfe im Sommer kostet den nö. Eltern 350 Euro

Wien (OTS) - Sommerzeit ist Ferienzeit. Leider nicht für alle,
denn während viele SchülerInnen noch ihre Ferien genießen, beginnt jetzt für mehr als 7000 SchülerInnen in Niederösterreich der Endspurt für die Vorbereitungen zu den Nachprüfungen. Das geht meistens nicht ohne teure Nachhilfe. Durchschnittlich geben niederösterreichische Eltern in den Sommerferien 350 Euro für die Nachhilfe ihrer Kinder aus. Vor allem in den Oberstufen ist der Bedarf an Nachhilfeunterricht so hoch wie nie, berichtet die AKNÖ.

"Die private Nachhilfe boomt", weiß AKNÖ-Bildungsexperte Stefan Schober. Beachtliche 24 Millionen Euro geben die Eltern in Niederösterreich jährlich dafür aus. Alleine in den Sommermonaten wandern durchschnittlich 350 Euro von den niederösterreichischen Familien in die Kassen privater oder professioneller Nachhilfeanbieter. "Nachhilfe gehört für viele bereits zur Schulkarriere dazu. Viele brauchen während des gesamten Schuljahres außerschulische Unterstützung. Durch Nachprüfungen im Herbst bzw. für Sprachferien oder Lerncamps greifen viele Eltern im Sommer noch zusätzlich tief in die Tasche", berichtet Stefan Schober.

Die AKNÖ verlangt daher verstärkte individuelle Förderung und ein flächendeckendes Netz an ganztägigen Schulformen, damit die SchülerInnen ihre Lernziele erreichen können. Die Einführung der modularen Oberstufe mit Lerncoaches wird von der AKNÖ begrüßt. "Es darf nicht sein, dass die Eltern für die Schwächen im Bildungssystem teuer zahlen müssen, indem sie für ihre Kinder auf außerschulische Nachhilfe angewiesen sind", so Schober.

AKNÖ-Tipps, damit die Nachhilfe klappt

Fragen Sie Freunde oder Bekannte nach guten Erfahrungen mit NachhilfelehrerInnen. Erkundigen Sie sich jedenfalls nach deren pädagogischen und fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen. Privatpersonen haben in der Regel eine geringere Verbindlichkeit gegenüber dem Kunden als Institute.

Informieren Sie sich bei Nachhilfe-Instituten, ob es eine Bindungsfrist gibt. Einige Institute bieten nur dann günstige Preise an, wenn Sie sich ein oder zwei Jahre binden. Überlegen Sie, ob Ihr Kind wirklich so lange Nachhilfe benötigt.

Verhandeln Sie mit dem Lerninstitut oder dem Lehrer über den Preis, wenn sie auf jeden Cent schauen müssen.

Kurse mit einer größeren Anzahl an Unterrichtseinheiten sind meist günstiger. Preisvergleiche lohnen sich, da es auch gute Angebote mit wenigen Unterrichtseinheiten gibt.

Achten Sie beim Preisvergleich auf die Dauer der Unterrichtseinheiten. Eine Unterrichtseinheit hat nicht immer 60 Minuten.

Fragen Sie beim Gruppenunterricht nach der Anzahl der SchülerInnen in der Gruppe. Je weniger SchülerInnen pro Gruppe, desto besser ist meist der Lernerfolg. Ermitteln Sie auch das Alter der SchülerInnen in der Gruppe. Der Lernerfolg ist meist schlechter, wenn das Alter oder die Lernstufe zu unterschiedlich sind.

Vereinbaren Sie einzelne Probestunden, bevor Sie ihr Kind längere Zeit in einen Kurs geben. Nur wenn sich das Kind wohl fühlt, sind gute Ergebnisse zu erwarten. Manche Institute bieten Gratis-Probestunden an.

Informieren Sie sich über die Lernumgebung in Nachhilfeinstituten. In einer lernfreundlichen Atmosphäre in der sich der Schüler/die Schülerin wohl fühlt, können bessere Ergebnisse erzielt werden.

Erkundigen Sie sich, ob das Institut Lernunterlagen anbietet. Fragen Sie auf alle Fälle nach, ob die Kosten dafür bereits im Preis enthalten sind.

Details zur aktuellen Nachhilfestudie der AKNÖ finden Sie hier:
noe.arbeiterkammer.at/bildung

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ-Bildungsexperte Stefan Schober
01/58883 - DW 1884

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0001