ARBÖ warnt vor Urlauberfallen in Italien

Übernachtungsabgaben in Rom, Florenz und Venedig - "Tutor-System" überwacht zahlreiche Autobahnabschnitte

Wien (OTS) - Seit Anfang des Jahres hat Italien die Möglichkeit geschaffen, dass einzelne Städte Übernachtungsabgaben einheben. Nach Rom folgte mit 1. Juli auch Florenz und ab dem 24. August auch Venedig.

Wer schon seinen Urlaub gebucht hat, verfügt laut ARBÖ-Rechtsreferat über keine rechtliche Möglichkeit (z.B. Rücktritt), da der Vertrag mit dem Hotel eine zivilrechtliche Angelegenheit ist und mit vom "Vater Staat" angeordneten Steuern oder Abgaben nichts zu tun hat. Urlaubern wird daher nichts anderes übrig bleiben, als murrend und knurrend ins Geldbörsel zu greifen. Laut der Italienischen Zentrale für Tourismus, ENIT, gibt es in Italien bezüglich der Übernachtungsabgabe keine einheitliche nationale gesetzliche Regelung. Es liegt in der Kompetenz jeder einzelnen Gemeinde, eine Abgabe einzuführen oder nicht. Zurzeit werden in Italien noch viele Gespräche zu diesem Thema geführt.

Fix sind nach Informationen des ARBÖ die Übernachtungsabgeben für Rom, Florenz und Venedig. Anbei die Konditionen:

Rom, seit 1. Jänner 2011: Kinder bis zu zwei Jahren sind von der Abgabe befreit. Die Höhe der Gebühr beträgt zwei Euro pro Person und Übernachtung in folgenden Unterkunftsarten: Campingplatz, Agritourismus, Bed & Breakfast, Gästezimmer, Ferienhaus, Ferienwohnung sowie 1-3-Sterne-Hotels. Für Hotelübernachtungen in höheren Kategorien sind drei Euro zu zahlen. Die neue Gebühr wird für maximal zehn Übernachtungen fällig.

Florenz, seit 1. Juli 2011: Pro Person und Übernachtung beträgt diese: ein Euro für 1-Sternhotels, Jugendherbergen und Ferienwohnungen, zwei Euro für 2-Sternhotels, drei Euro für 3-Sternhotels, vier Euro für 4-Sternhotels bis max. fünf Euro für 5-Sternhotels; ein Euro für Campingplätze der 1-, 2-, und 3-Sternkategorie sowie zwei Euro für 4-Stern-Campingplätze) und ist für max. 10 Übernachtungen fällig.

Auch in Venedig werden Übernachtungsabgaben ab 24. August 2011 eingehoben. Die genauen Konditionen sind allerdings noch nicht bekannt. Urlauber sollten aber in jedem Fall mit 2-3 Euro pro Nacht, pro Person rechnen, empfiehlt der ARBÖ.

"Tutor-System" überwacht italienische Autobahnen=

"Schnell, schnell in den Urlaub? - Aber nicht zu schnell!", sollte das Motto für die Fahrt in die wohlverdienten Ferien lauten, denn die Strafen, die bei Geschwindigkeitsübertretungen zu zahlen sind, reißen auch ein tiefes Loch in die Brieftasche, warnen ARBÖ-Experten. Was in Österreich die berühmte "Section Control", ist auf Italiens Autobahnen das "Tutor-System". Doch nicht etwa, dass in Italien jetzt Studentinnen und Studenten Temposündern mit Rat und Tat zur Seite stehen, nein - es handelt sich dabei um eine beinharte Tempoüberwachung in bestimmten Streckenabschnitten.

Man erkennt diese Geschwindigkeitskontrolle durch ein Schild am rechten Straßenrand, welches ein paar Hundert Meter vor dem Kontrollbereich aufgestellt ist. Auf diesem ist zu lesen: "controllo della velocità", was übersetzt "Geschwindigkeitsüberwachung" bedeutet. Angebracht sind die Messgeräte zumeist an Metallgerüsten, auf denen die Aufschrift "TUTOR" angebracht ist. Passiert man einen solchen Abschnitt, so wird aus der Fahrtzeit durch den vorgegebenen Bereich die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnet. Ist diese höher, als zulässig, so wird's für den Urlauber teuer, denn wer das Tempolimit auf der Autobahn um 40 bis 60 km/h übertritt, zahlt 500 Euro. Sind es gar 60 km/h, muss man 779 Euro zahlen. Die Geldstrafen für geringfügigere Tempoüberschreitungen auf Italiens Autobahnen machen, 38 Euro bis zu 10 km/h und 155 Euro, wenn das Limit um 10 bis 40 km/h überschritten wird, aus.

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