AK: Nein zu kontaktlosen Funk-Kreditkarten

Wien (OTS) - Im Vorbeigehen zahlen - die Kreditkarte nur kurz zücken: Die AK lehnt die Pläne von Raiffeisen International ab, wonach die Bank ab August mit der kontaktlosen Funkchip-Kreditkarte -ohne Unterschrift und ohne PIN - an den Start gehen will. "Beim kontaktlosen Bezahlen kann die Kontrolle über das Geldausgeben sehr schnell entgleiten", warnt AK Konsumentenschützer Karl Kollmann, "aber auch dem allfälligen Missbrauch von Daten wird Tür und Tor geöffnet."

Ein "altes" Problem beim Bezahlen mit den Plastikkarten ist: Die meisten Menschen merken sich ihre Zahlungsvorgänge nicht. Erst Wochen danach, wenn die Abrechnung ins Haus flattert, kommt die Erinnerung wieder zurück und hinterlässt oft eine böse Überraschung. "Mit den Funk-Kreditkarten würde gerade für Verbraucher mit weniger Einkommen, die ohnedies auf jeden Cent schauen müssen, die Schleuse in die Verschuldung weit aufgemacht werden", sagt Kollmann. "Bezahlen mit der Kreditkarte per Funkchip ist so, als würde der Konsument sein Geldbörsel einfach offen irgendwo hinlegen und nach einem Monat nachsehen, wie viel noch da ist", sagt Kollmann.

Beim drahtlosen Bezahlen haben die Verbraucher weder eine Kontrolle über den Zahlvorgang noch über ihre Daten, die aus der Ferne ablesbar sind. Die Konsumenten dürfen nicht hilflos den Unternehmen und "Hackern" ausgeliefert werden. Es zeigt sich immer wieder, wie leicht es für Unbefugte ist, an sensible Daten der Menschen heranzukommen. "Zahlen mit Plastikgeld soll für die Verbraucher ein bewusster Vorgang bleiben und sie sollen mechanisch mit dem Terminal in Verbindung bleiben durch einen PIN oder eben wie gewohnt durch eine Unterschrift", so Kollmann.

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