Hungerkrise: Tausende Kinder erblinden!

'Licht für die Welt' stellt 400.000 Euro an Soforthilfe für vitaminreiche Nahrungsmittel und medizinische Hilfsgüter zur Verfügung: für Kinder, werdende Mütter und behinderte Menschen.

Wien (OTS) - Am Horn von Afrika hat die Dürrekrise Hunderttausende Menschen in die Flucht gezwungen. Überfüllte Flüchtlingslager in Äthiopien, Kenia und dem Süd-Sudan bieten eine mehr schlecht als recht improvisierte Herberge, um dem Hungertod zu entgehen. Zu viele drängen sich auf engstem Raum, um ihr Recht auf Leben einzufordern. Kleinkindern, die überleben, droht die Erblindung. 'Licht für die Welt' stellt 400.000 Euro an Soforthilfe für vitaminreiche Nahrungsmittel und medizinische Hilfsgüter zur Verfügung: für Kinder, werdende Mütter und Menschen mit Behinderungen.

"Leider müssen wir davon ausgehen, dass die meisten Kleinkinder diese Katastrophe nicht überleben werden. Aber die, die es schaffen, müssen sofort mit vitaminreicher Nahrung versorgt werden. Denn die Folgeschäden sind gravierend: Kinder erblinden, Babys kommen mit Behinderungen zur Welt. Jetzt ist unser Einsatz gefordert!", engagiert sich Prof. Dr. Gerhard Schuhmann, Augenarzt aus Graz und ehrenamtliches Vorstandsmitglied von 'Licht für die Welt', der sowohl in Somalia als auch in der Somali Region in Äthiopien mehrfach auf Hilfseinsatz war.

Die Vereinten Nationen bezeichnen diese Hungerkrise in Afrika als die schlimmste seit 60 Jahren und die internationale Staatengemeinschaft hat in den vergangenen Tagen immer mehr Hilfsgelder zusagt. Dennoch sind 500.000 Kinder immer noch vom Hungertod bedroht. Die österreichische Hilfsorganisation 'Licht für die Welt' stellt nun 400.000,- Euro an Soforthilfe zur Verfügung. 'Licht für die Welt'-Programmleiterin Johanna Mang: "Bei meinem jüngsten Besuch im März in Äthiopien herrschte bereits extreme Dürre. Unsere Mitarbeiter vor Ort leisten in zwei ganz besonders stark betroffenen Regionen Ersthilfe und werden auch die nächsten Jahre über mithelfen, dass sich die Situation normalisiert."

Mit den erfahrenen lokalen Partnern der Gayo Pastoral Initiative in der schwer betroffenene Borana Region im Süden sowie der Pastoralist Concern Association in der Somali Region im Osten Äthiopiens erreicht die Hilfe binnen weniger Tage ihr Ziel: Not leidende Menschen in der Dürrekatastrophe. Wichtig ist der Fachorganisation zugunsten augenkranker, blinder und anders behinderter Menschen noch ein zentraler Aspekt, der während des Überlebenskampfes unterzugehen droht: "Akuter Vitamin-A Mangel verursacht in dieser Hungerkrise tausende Erblindungen bei Kleinkindern. Mangelernährung, die zwar zum Überleben reicht, lässt dennoch bei vielen Kindern bis zu einem Alter von 6 Jahren die Hornhaut einschmelzen!", so der äthiopische 'Licht für die Welt'-Augenarzt Dr. Amir Bedri. Zwei Drittel der blinden Kinder in Entwicklungsländern sterben binnen zwei Jahren nach ihrer Erblindung, so die kühle Statistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hinter der so viele Menschenschicksale stehen.

Helfen Sie jetzt!
Licht für die Welt - Spendenkonto: PSK 92.011.650 (Blz. 60.000) Kennwort: "Hunger in Afrika"

Interviewmöglichkeiten:
- Dr. Amir Bedri, deutschsprachiger Augenarzt und 'Licht für die Welt'-Mitarbeiter in Addis Abeba, Äthiopien
- 'Licht für die Welt'-Programmleiterin DI Johanna Mang in Wien
- Dr. Gerhard Schuhmann, Augenarzt in Graz. Als ehrenamtliches Vorstandsmitglied von 'Licht für die Welt' war er mehrmals in der äthiopischen Somali Region auf Projekteinsatz.

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