Bayr zu gescheiterter WHO-Studie zur "Pille für den Mann": Hoffe, dass mit neuerlicher WHO-Studie begonnen wird

Experten sehen nach wie vor große Chancen für Antibaby-Spritze für den Mann

Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, bedauert, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO eine Studie zur Antibaby-Spritze für den Mann vorzeitig abbrechen musste. "Ich hoffe, dass die WHO bald mit einer neuen Studie beginnt, zumal Experten betonen, dass man am Erfolg näher sei als manche glauben", sagte Bayr am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Auch wenn Kondome grundsätzlich zu befürworten seien, da sie auch vor Geschlechtskrankheiten schützen, wäre ein weiteres Verhütungsmittel für den Mann zu begrüßen: "Das ist sowohl eine frauenpolitische Frage, da die Gesamtlast der Verhütung zumeist immer noch den Frauen aufgebürdet wird, als auch eine entwicklungspolitische, da jedes zusätzlich zur Wahl stehende Verhütungsmittel die Chancen erhöht, gezielte Familienplanung zu betreiben." Bayr betonte auch, dass um eine ungewollte Schwangerschaft sicher zu vermeiden, jedenfalls zusätzlich zum Kondom ein weiteres Verhütungsmittel angewandt werden müsse. ****

Der Leiter der Studie in Halle sieht weiterhin große Chancen für eine Antibaby-Spritze für den Mann, wenn auch in einer anderen Zusammensetzung. "Es ist unfassbar, dass es bei all dem technologischen Fortschritt nicht möglich sein soll, eine Antibaby-Spritze für den Mann zu entwickeln, die gut verträglich ist, die nicht die Gesundheit gefährdet und die funktioniert", sagte Bayr. "Es ist schon erstaunlich, dass es der Menschheit immerhin gelingt, Sonden auf den Mars zu schicken und den Urknall nachzuvollziehen. Aber wenn es darum geht, eine Art 'Pille für den Mann' zu entwickeln, scheint die Männer-Lobby nur ein sehr geringes Interesse zu haben, die entsprechenden Finanzmittel und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um hier erfolgreich zu sein", stellte Bayr fest. (Schluss) up/bj

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