SP-Ackerl: "Dörfler zeugt vom arbeitnehmer- und demokratiefeindlichen Gedankengut, dem die FPÖ nach wie vor verhaftet ist!"

Freie Gewerkschaften wurden schon einmal, von einer menschenverachtenden Diktatur, abgeschafft - Aussagen Dörflers daher nicht zu verharmlosen!

Linz (OTS) - Oberösterreichs SPÖ-Vorsitzender Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl, nimmt heute zu den Aussagen des Kärntner Landeshauptmanns und FPÖ-Vertreters Dörfler Stellung. "Ich schließe mich nicht jenen Demokratinnen und Demokraten an, die diese Aussagen durch Erklärungsmuster wie Sonnenstich etc. zu verharmlosen suchen!" so Ackerl. "Vielmehr sind meiner Meinung nach diese Aussagen ein weiterer Beweis dafür, welchem demokratie- und arbeitnehmerfeindlichen Gedankengut die Freiheitliche Partei in Wirklichkeit nach wie vor verhaftet ist!" Dieses Gedankengut zeigte sich in den Jahren 2000 bis 2006 sehr deutlich, als die FPÖ mitregierte und viele Maßnahmen eingefordert bzw. zumindest mitverantwortet hat, die die Lebensbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich deutlich verschlechtert haben.

Und schon einmal, in den Jahren vor 1938, wurden in Teilen Europas, auch in Österreich, die freien Gewerkschaften von faschistischen und nationalsozialistischen Regimen abgeschafft. Interessensvertretungen wie Kammern wurden handstreichartig übernommen und "gleichgeschaltet", Parteien und andere Verbände enteignet und verboten. "Das war der erste Schritt zu Bürgerkrieg, Diktatur, Not und Elend sowie zur Menschenvernichtung durch Faschisten und Nazis in weiten Teilen Europas und der Welt!" so Ackerl. "Echte Demokraten haben kein Problem mit Gewerkschaften, nur wer demokratie- und arbeitnehmerfeindlichen Ideologien oder aber neoliberalen Interessen verpflichtet ist, will die Arbeitnehmervertretung sukzessive abschaffen!" Denn während Dörfler die Gewerkschaften abschaffen will und deren Aufgaben durch die Arbeiterkammer vertreten wissen will, fordern ja andere Teile seiner Partei seit Jahren die finanzielle Aushöhlung der Unabhängigkeit der Arbeiterkammer durch Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft.

"Wenn Dörfler seiner Meinung nach überflüssige Strukturen abschaffen will, sollte er lieber die Kärntner Freiheitlichen einer genaueren Prüfung unterziehen!" so Ackerl abschließend. "Die haben nämlich das Bundesland in den letzten Jahren derart abgewirtschaftet, dass dieses jetzt ohnehin ohne den Bund nicht mehr lebensfähig ist - da könnte es doch auch gleich von der Bundesregierung mitverwaltet werden!"

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